

Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Über das Unternehmen
1961 gegründet und nach dem Physiker Ludwig Boltzmann benannt, betreibt diese außeruniversitäre Forschungseinrichtung ihre Institute nach einem ungewöhnlichen Prinzip. Jedes Ludwig Boltzmann Institut entsteht zu einem klar umrissenen Thema und für eine befristete Zeit, gemeinsam mit Universitäten, Kliniken oder anderen Partnern. Geforscht wird dort, wo Wissenschaft auf konkrete gesellschaftliche Fragen trifft. 2024 arbeiteten hier 678 Menschen.
Den Schwerpunkt bilden Medizin und Life Sciences sowie die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Was das praktisch bedeutet, zeigt sich an den einzelnen Instituten: An einem wird zur Versorgung nach schweren Verletzungen geforscht, an einem anderen zu digitaler Gesundheit, wieder andere widmen sich Grund- und Menschenrechten oder der Lungengesundheit. 2024 nahmen drei neue Institute ihre Arbeit auf, mit Fokus auf Gesundheitswissenschaften. Diese Institute sitzen nicht alle in Wien, sondern verteilen sich über Österreich, weil sie jeweils an einen wissenschaftlichen Partner vor Ort angedockt sind. Die Zentrale der Gesellschaft selbst liegt an der Nußdorfer Straße im 9. Wiener Gemeindebezirk.
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein und im österreichischen Forschungsfinanzierungsgesetz als zentrale Forschungseinrichtung verankert. Finanziert wird sie wesentlich aus öffentlichen Mitteln. Für die Jahre 2024 bis 2026 stehen rund 38,3 Millionen Euro aus einer Leistungsvereinbarung mit der Republik zur Verfügung, dazu kommen eingeworbene Drittmittelprojekte. Geleitet wird die Gesellschaft von einer Doppel-Geschäftsführung, Elvira Welzig und Marisa Radatz, an der Spitze des ehrenamtlichen Vorstands steht Präsidentin Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Thoraxchirurgin an der Medizinischen Universität Graz.
Wer hier arbeitet, forscht oder hält den Forschungsbetrieb am Laufen. An den Instituten promovieren und habilitieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, in der Zentrale kümmern sich Teams um Forschungsmanagement und Förderung, Recht, Personal, IT und Kommunikation. Für den Nachwuchs gibt es eigene Strukturen. Das LBG Career Center begleitet Prä- und Postdocs auf ihrem Weg, das Open Innovation in Science Center beschäftigt sich damit, wie Forschung sich für Gesellschaft und Betroffene öffnen lässt. Die befristete Anlage der Institute bringt es mit sich, dass an neuen Themen immer wieder neue Stellen entstehen.
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