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Ein Peptid ist eine kurze Kette aus Aminosäuren, und in Raaba-Grambach südöstlich von Graz werden solche Ketten Baustein für Baustein zusammengesetzt. piCHEM macht das seit über drei Jahrzehnten. Die Moleküle gehen an Forschungslabore, in die klinische Entwicklung und als Wirkstoffe in fertige Arzneimittel. Kontrolliert wird die Produktion nicht nur von der österreichischen Behörde, sondern auch von der US-Arzneimittelbehörde FDA und der japanischen PMDA.
Gegründet wurde das Unternehmen 1992, es ist bis heute in privater Hand und fertigt an einem einzigen Standort in der Steiermark. 2017 bezog piCHEM dort einen Neubau: 1.200 Quadratmeter Labor- und Produktionsfläche, dazu Reinräume der Klassen C und D für die letzten Fertigungsschritte. Synthetisiert wird vom Milligramm bis in den Bereich mehrerer hundert Gramm, entweder an der festen Phase oder klassisch in Lösung, gereinigt über Umkehrphasen- und Ionenaustauschchromatographie. Ein Schwerpunkt liegt auf Peptiden für die Nuklearmedizin, also auf Molekülen, die im Körper gezielt an Tumorzellen andocken und dort ein radioaktives Signal für Diagnose oder Therapie tragen. Auf dem europäischen Nuklearmedizin-Kongress war piCHEM zuletzt 2024 in Hamburg und 2025 in Barcelona vertreten.
Wer hier arbeitet, begleitet ein Projekt oft von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur Charge, die in einer klinischen Studie eingesetzt wird. Chemikerinnen und Chemiker stehen an der Synthese, Chemielabortechnikerinnen und -techniker an Analytik und Qualitätskontrolle. Daneben gibt es Rollen in Qualitätssicherung und Regulatory Affairs, wo Prozesse validiert und Unterlagen für Behörden aufbereitet werden, sowie Aufgaben rund um Stabilitätsstudien und Abfüllung. Das Unternehmen beschreibt gut ausgebildete Mitarbeitende ausdrücklich als sein wichtigstes Kapital und nennt sichere Arbeitsplätze als eigenen Anspruch; in seinem Arbeitgeberprofil auf karriere.at führt es Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten und einen Fahrtkostenzuschuss an. Eine exakte Beschäftigtenzahl veröffentlicht piCHEM nicht, die Größenordnung liegt laut diesem Profil zwischen 51 und 100 Personen. Das Team ist also klein genug, dass man einander kennt, und die Arbeit reicht trotzdem bis in internationale Zulassungsverfahren.
Seit 2026 läuft der Ausbau unter dem Namen piCHEM NEXT: zusätzliche Labor- und Produktionsflächen sowie neue Büros, kofinanziert von der Europäischen Union, geplant bis 2028. Gebaut wird am bestehenden Standort am Parkring in Raaba-Grambach.
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Aufgaben • Ausübung der Rolle einer Sachkundigen Person (Qualified Person) gemäß AMBO 2009 • Freigabe von Wirkstoffen für klinische Prüfungen und zur Verwendung in zugelassenen Produkten • Evaluierung von Chargendokumenten • Durchführung von Risikoabschätzungen und Erarbeitung von Rationalen im Zuge von Produktneuent- wicklungen, Abweichungen oder Änderungen • Freigabe von Herstellvorschriften für die Produktion • Mitarbeit bei der Implementierung neuer Produkte und Projekte • Aktive abteilungsübergreifende Kommunikation und Mitarbeit zur Sicherstellung aller GMP-Aspekte im Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Qualitätssicherung, Produktion, Qualitätskontrolle und Zu- lassung • Verfolgung von regulatorischen Änderungen und Trends Ihr Profil • Abgeschlossenes Pharmazie- bzw. ...
Chemielabortechniker (m/w/d) für Forschung und Entwicklung bei piCHEM in Raaba-Grambach.
