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Angefangen hat alles 1955 in einer kleinen Bienenhütte im Mühlviertel, mit einem einzigen Tischler. Heute arbeiten in Neufelden über 200 Menschen für Scheschy, und auf der Referenzliste steht die Einrichtung des sanierten Parlaments in Wien. Geführt wird der Familienbetrieb in zweiter Generation von Gerhard Scheschy. Im Firmenbuch ist er als Tischlerei Scheschy GmbH mit Sitz in Neufelden, Oberösterreich, eingetragen.
Scheschy richtet Gebäude ein, komplett und aus einer Hand. Der stärkste Bereich ist das Gesundheitswesen: Arztpraxen, Kliniken und Pflegeheime bekommen hier Möbel, Türen und Wandverkleidungen, die den Hygiene- und Reinigungsalltag aushalten. Für das Rudolfinerhaus in Wien hat der Betrieb gearbeitet, für das Tauern Spa in Zell am See ebenso, dazu für Schulen, Kindergärten und Reinräume in der Pharmaindustrie. Die zweite Seite des Hauses ist privat: Küchen, Bäder und Innentüren für Wohnhäuser. Aus einem ursprünglich regionalen Kundenkreis ist über die Jahre der gesamte deutschsprachige Raum geworden.
Gefertigt wird in Neufelden, auf rund 8.000 Quadratmetern. Zwischen 2022 und 2024 hat Scheschy den Maschinenpark erneuert, vom automatischen Plattenlager über die vollautomatische Zuschnittanlage bis zu CNC-Bearbeitungszentren mit Robotersteuerung (Handwerk+Bau, Februar 2024). Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: Wer hier als Tischlerin oder Maschinenbediener anfängt, arbeitet an aktueller Technik, nicht an Altbestand. Und weil die Aufträge vom Erstgespräch über die 3D-Planung bis zur Montage im Haus bleiben, sitzen Projektleitung, CAD-Planung, Auftragsabwicklung, Produktion, Lackiererei und Montage unter einem Dach. Die Angaben zur Belegschaftsgröße schwanken je nach Quelle zwischen rund 180 und über 200; das Unternehmen selbst nennt über 200 Mitarbeitende, in der gesamten Scheschy-Gruppe über 220.
Die Lehrlingsausbildung hat einen eigenen Stellenwert. Es gibt eine eigene Lehrwerkstätte und ein mehrköpfiges Ausbildungsteam, die ersten zwei Jahre laufen für alle gleich, danach entscheiden sich die Lehrlinge zwischen der dreijährigen Tischlerlehre und der vierjährigen Tischlereitechnik mit Schwerpunkt Planung oder Produktion. Berufsschule ist Kremsmünster. Eine Rotation durch alle Abteilungen gehört dazu, kostenloses Mittagessen und jeder zweite Freitag frei ebenfalls. Für sein Engagement in der Lehrlingsausbildung wurde der Betrieb mit dem INEO-Award ausgezeichnet.
Was Scheschy sonst über die eigene Arbeitsweise sagt, bleibt bodenständig: flexible, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, bezuschusstes frisch gekochtes Essen, flache Hierarchien und das Du über alle Ebenen. Gesucht werden Berufserfahrene genauso wie Einsteigerinnen und Quereinsteiger, zuletzt etwa für Projektleitung, CAD-Planung, CNC-Technik, Montage und den eigenen Fuhrpark. Über die Tischlerei hinaus gehören vier weitere Betriebe zur Gruppe, darunter Ergoform in Amstetten für Büromöbel und Raumsysteme sowie Kosta Leichtstahlbau für Edelstahl- und Blechverarbeitung. Wer den Betrieb erst einmal ansehen will, kann schnuppern kommen.
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