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Aus einer Werkstatt in Spittal an der Drau ist über die Jahrzehnte ein Maschinenbauer geworden, dessen Zerkleinerungsanlagen heute in fast hundert Ländern laufen. LINDNER-RECYCLINGTECH GMBH baut Shredder, die Abfall so aufbereiten, dass Kunststoff, Altholz oder alte Reifen wieder zu Rohstoff oder Brennstoff werden. Fast die gesamte Produktion geht in den Export. Gefertigt wird sie trotzdem weiter in Kärnten.
Die Wurzeln reichen bis 1948 zurück, damals baute die Familie Lindner Maschinen für die Holzindustrie. Ende der 1980er-Jahre stieg das Unternehmen ins Zerkleinern und Aufbereiten von Abfall ein und wurde zu dem, was es heute ist. Geführt wird der Betrieb inzwischen in dritter Generation. Sitz und Hauptproduktion liegen in Spittal an der Drau, ein zweites Werk steht im nahen Feistritz.
Im Zentrum steht die Zerkleinerungstechnik. Große stationäre Shredder tragen Namen wie Jupiter, Komet oder Antares; dazu kommen mobile Maschinen und ganze Anlagen, die aus Restmüll Ersatzbrennstoff machen, Kunststoff fürs Recycling vorbereiten oder Altholz verarbeiten. Gekauft werden sie von Recyclingbetrieben, Abfallwirtschaftsunternehmen oder Zementwerken, die den gewonnenen Brennstoff wieder einsetzen. Das Geschäft lebt vom Export: Nach Unternehmensangaben werden rund 98 Prozent des Umsatzes außerhalb Österreichs erzielt, verkauft wird in nahezu hundert Länder, von Europa über die USA bis nach Asien und Lateinamerika. Für Vertrieb und Service gibt es eigene Büros unter anderem in Deutschland, den USA und Singapur.
Gearbeitet wird quer durch die technischen Berufe. In den Werken stehen Schweißer, Schlosser und Monteure an den Maschinen, in der Entwicklung entstehen die nächsten Shredder-Generationen, dazu kommen Vertrieb, Service und die kaufmännischen Abteilungen. Der Betrieb wächst weiter. 2020 kündigte Lindner eine Investition von über 40 Millionen Euro in einen neuen Standort an und stellte rund hundert zusätzliche Arbeitsplätze in Aussicht; damals zählte das Unternehmen mehr als 360 Beschäftigte (spittal-drau.at, 2020). Aktuelle Gesamtzahlen weist Lindner öffentlich nicht einheitlich aus. Als Mitglied des Green Tech Valley gehört die Firma zu einem Netzwerk von Umwelttechnik-Unternehmen im Süden Österreichs. Sitz und Herzstück bleiben die Werke in Spittal und Feistritz an der Drau, wo die Maschinen entstehen, die von dort in die ganze Welt gehen.
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