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Wer in einem Unternehmen für Informationssicherheit oder Datenschutz verantwortlich ist, jongliert oft mit Excel-Listen, verstreuten Dokumenten und Fristen. Genau hier setzt Akarion an. Die Software des Linzer Unternehmens bündelt Risiken, Nachweise, Audits und Meldungen an einem Ort; nach eigenen Angaben nutzen sie mehr als 900 Organisationen, darunter die Sana Kliniken, die Stadtwerke Düsseldorf und ZEIT ONLINE. Gegründet wurde die Firma 2017, gearbeitet wird in der Tabakfabrik Linz.
Das Produkt heißt GRC Cloud und steht für Governance, Risiko und Compliance. Ein Beispiel macht das greifbar: Eine Kundin dokumentiert dort ihr Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO 27001, und im selben System läuft das Hinweisgeberportal, über das Beschäftigte anonym Missstände melden können. Dazu kommen Datenschutz nach DSGVO, interne Audits und Notfallplanung. Weil Regelwerke wie NIS-2 oder DORA laufend nachgeschärft werden, wächst die Plattform in Zwei-Wochen-Sprints mit.
Den eigenen Anspruch nimmt Akarion dabei wörtlich. Das Unternehmen ist selbst nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert und lizenzierter Anbieter eines BSI-IT-Grundschutz-Tools, entwickelt wird in Österreich und Deutschland, gehostet wird auf europäischer Infrastruktur. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: Man baut nicht irgendeine Anwendung, sondern eine, deren Kunden aus Kliniken, Energieversorgung, Industrie und Medien kommen und die deshalb belastbar sein muss.
Gearbeitet wird von zwei Standorten aus, Linz und München; die österreichische Gesellschaft gehört zur Akarion AG mit Sitz in München. Das Unternehmen ist überschaubar geblieben. Im Entwicklungsteam sitzen rund sechs Leute, die mit Java und Spring am Backend und mit Vue3 am Frontend arbeiten, dazu MongoDB und Cloud-Betrieb. Wer dort anfängt, ist nach kurzer Zeit für sichtbare Teile des Produkts zuständig, nicht für ein Detail in einem Großkonzern. Neben der Entwicklung sucht Akarion regelmäßig im Vertrieb sowie im GRC-Consulting und Customer Success, also bei Menschen, die Normen und Regulatorik verstehen und Kunden durch die Einführung begleiten. Marketing gehört ebenfalls dazu.
Bemerkenswert offen ist das Unternehmen bei Geld: Die Ausschreibung für Full-Stack-Entwicklung nennt ab 4.000 Euro brutto im Monat, jene im Customer Success ab 50.000 Euro im Jahr, jeweils mit Bereitschaft zur Überzahlung. Flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, flache Hierarchien und ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm nennt Akarion als Rahmen. Eine offizielle Beschäftigtenzahl veröffentlicht die Firma nicht; Branchenverzeichnisse ordnen sie in der Größenklasse zwischen etwa 11 und 50 Personen ein. Ausgeschrieben wird meist für Linz, München oder remote.
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