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Autobedarf Karl Kastner beliefert seit 1939 Werkstätten, Autohäuser und Kfz-Betriebe in ganz Österreich. Karl Kastner begann damals in Innsbruck damit, Werkstätten mit Autoersatzteilen zu versorgen. Heute arbeiten über 250 Menschen an acht Standorten für das Unternehmen, die Zentrale liegt nach wie vor in Innsbruck. Ein Familienunternehmen ist es geblieben.
Das Sortiment hat zwei Seiten. Die eine sind Verschleiß- und Ersatzteile für den täglichen Werkstattbedarf, dazu Zubehör wie Dachboxen oder Kindersitze. Die andere ist die Werkstatt selbst: Hebebühnen, Bremsprüfstände, Klimaservicegeräte. Drei Eigenmarken führt das Haus zusätzlich, darunter carparts und Reparts, und über eine eigene Gerätebörse werden gebrauchte Werkstattgeräte weitervermittelt.
Verkauft ist ein Gerät damit noch lange nicht erledigt. Mehr als 40 Außendiensttechniker sind täglich in ganz Österreich unterwegs und montieren, warten und reparieren die Anlagen direkt beim Kunden. Das ist Arbeit an der Maschine, nicht am Schreibtisch, und sie führt quer durchs Land. Kastner schult auch selbst und bietet Werkstätten unter anderem Kurse für Hochvolttechnik an, ein Thema, das mit jedem Elektroauto wichtiger wird.
Wie unterschiedlich die Berufe im Haus sind, zeigen die offenen Stellen. In Innsbruck werden Lagermitarbeiter und Reifentechniker gesucht, in Graz und Feldkirchen bei Graz Disponentinnen und Disponenten, in Vorarlberg, der Steiermark und im Raum Wien Außendiensttechniker und Anlagenbauer. Lehrstellen im Einzelhandel und in der Logistik vergibt das Unternehmen an mehreren Standorten. Ein Lehrling beschreibt es auf der Karriereseite so: In der Lehre schaue man in alle Bereiche des Unternehmens hinein. Zu dem, was Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich bekommen, zählen kostenlose Arbeitskleidung, Bikeleasing, ein Betriebsarzt und Rabatte auf das eigene Sortiment. Wie viele Lehrlinge derzeit ausgebildet werden, veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Die acht Niederlassungen reichen von Rankweil in Vorarlberg über Innsbruck bis nach Brunn am Gebirge südlich von Wien, mit einem Schwerpunkt in der Steiermark, wo Judenburg, Bärnbach, Weiz, Gralla und Feldkirchen bei Graz zusammenkommen. Wer den Standort wechseln will, muss den Arbeitgeber also nicht wechseln. Über 85 Jahre nach der Gründung steht mit Mag. Ernst Kieslinger die zweite Generation der Eigentümerfamilie an der Spitze; sein Vater hatte den Betrieb mit 20 Jahren übernommen und ihn zum Spezialisten für Werkstättenausrüstung gemacht.
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