

Bundesforschungs- u Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren u Landschaft (BFW)
Am Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) dreht sich alles um den Wald – und um die Gefahren, die aus den Bergen kommen. Rund 380 Menschen erforschen hier, wie Bäume mit Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer zurechtkommen, und sie prüfen, wo Lawinen oder Muren zum Risiko werden. Das BFW ist eine Bundesanstalt, kein Betrieb auf Gewinn. Wer hier anfängt, arbeitet für den Staat und für den Wald.
Die Geschichte reicht weit zurück. Schon 1874 richtete Kaiser Franz Joseph I. eine forstliche Versuchsstelle ein, aus der über die Jahrzehnte das heutige Haus wurde. Seit 2005 ist das BFW eine Anstalt öffentlichen Rechts und gehört dem Bund; die Aufsicht liegt beim Landwirtschafts- und Klimaschutzministerium. Aus einem Jahresbudget von rund 45 Millionen Euro (Stand 2024) wird die Arbeit finanziert. Direktor ist Peter Mayer.
Sechs Fachinstitute teilen sich die Themen. Das eine nimmt Waldböden unter die Lupe, ein anderes die Genetik der Bäume, wieder andere den Waldschutz oder die Naturgefahren im Gebirge. Laufend erhebt das Haus außerdem die Österreichische Waldinventur, eine Art Volkszählung für Bäume. Die Ergebnisse verschwinden nicht in der Schublade. Forstbetriebe, Gemeinden und Ministerien stützen ihre Entscheidungen darauf.
Die Berufe sind entsprechend gemischt. Im Labor und draußen im Gelände arbeiten Bodenkundlerinnen, Waldökologen und Förster:innen, dazu Technikerinnen für die Messgeräte und Fachleute, die die großen Datenbestände programmieren und pflegen. Auch Verwaltung, Controlling und die wissenschaftliche Bibliothek gehören zum Haus. An den beiden forstlichen Ausbildungsstätten in Traunkirchen am Traunsee und in Ossiach in Kärnten kommen Ausbildner und der Betrieb der Seminarhäuser hinzu, denn dort laufen das ganze Jahr über Kurse für Forstleute.
Gearbeitet wird längst nicht nur in Wien. Der Hauptsitz liegt im 13. Bezirk nahe Schönbrunn, ein Institut sitzt in der Innsbrucker Hofburg, ein Versuchsgarten steht bei Tulln. Für Menschen, die den Wald nicht bloß vom Schreibtisch aus kennen wollen, ist das ein Arbeitgeber mit viel Praxis – und mit einer Tradition, die 150 Jahre zurückreicht.
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Hauptstandort
Seckendorff-Gudent-Weg 8
1131 Wien, Österreich
Recruiting-Team
