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Wer in Österreich an gepanzerte Radfahrzeuge denkt, landet schnell beim Pandur. Entwickelt und gebaut wird er bei der General Dynamics European Land Systems Steyr GmbH in Wien-Simmering. Rund 250 Menschen arbeiten hier an Fahrzeugen, die später bei Streitkräften in vielen Ländern unterwegs sind. Der Standort gehört zur europäischen Sparte des US-Konzerns General Dynamics.
Das Unternehmen entwickelt und baut gepanzerte Rad- und Kettenfahrzeuge. Das bekannteste ist der Pandur, ein Radpanzer, der Soldaten transportiert und schützt. Mehr als 3.000 dieser Fahrzeuge sind weltweit im Einsatz, etwa 1.200 davon bei NATO-Staaten. Im Februar 2024 holte das Werk den bisher größten Auftrag seiner Geschichte: 225 Fahrzeuge der neuen Reihe Pandur Evolution für das österreichische Bundesheer, mit einem Volumen von rund 1,4 Milliarden Euro für den Wiener Standort. Die Fertigung klettert dafür von etwa 20 auf 37 Fahrzeuge im Jahr. Die Arbeitsplätze gelten laut Geschäftsführung bis mindestens 2032 als gesichert.
In Simmering wird seit Jahrzehnten Fahrzeugbau betrieben; die Wurzeln reichen über die frühere Steyr-Daimler-Puch zurück. Heute zählt der Betrieb an der Bleibtreustraße im 11. Wiener Gemeindebezirk rund 250 Beschäftigte und ist innerhalb der Gruppe das Kompetenzzentrum für militärische Mobilität auf Rädern und Ketten. Dahinter steht General Dynamics European Land Systems mit etwa 3.000 Mitarbeitern und Werken in Spanien, Deutschland, der Schweiz, Rumänien, Dänemark und Tschechien. Oberster Eigentümer ist der amerikanische General-Dynamics-Konzern.
Die Aufgaben in Wien reichen vom Reißbrett bis zur fertigen Wanne. Etwa ein Drittel der Belegschaft sitzt in Entwicklung und Prototypenbau, wo Ingenieurinnen und Konstrukteure die nächste Fahrzeuggeneration auslegen, lange bevor das erste Blech geschnitten ist. In der Fertigung montieren Facharbeiter die gepanzerten Wannen und bauen die Systeme zusammen. Produktionsplaner sorgen dafür, dass Teile und Termine zusammenpassen, und im kaufmännischen Bereich läuft der Verkauf im In- und Ausland.
Die Projekte laufen lang. Ein Fahrzeugtyp bleibt seinen Entwicklern oft über Jahre erhalten, von der ersten Skizze bis zur Modernisierung Jahre später. Für den Arbeitsalltag nennt das Unternehmen Gleitzeit, in den Büropositionen bis zu zwei Tage Homeoffice, einen Essenszuschuss und ein Jobticket. Über 200 österreichische Betriebe liefern dem Werk zu, und ein Großteil der Wertschöpfung bleibt im Land.
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