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Über 300 Tonnen Glas verlassen jeden Tag das Werk in Wagrain. Zugeschnitten, gehärtet, verklebt, bedruckt: Was später in Fenstern, Balkongeländern, Glastüren oder Fassaden steckt, entsteht bei GLAS GASPERLMAIR Ges.m.b.H. im eigenen Haus. Rund 400 Menschen arbeiten dafür im Salzburger Pongau, was das Familienunternehmen nach eigener Darstellung zu einem der größten Arbeitgeber der Region macht.
Angefangen hat alles mit einer Meisterprüfung. Josef Gasperlmair legte sie 1961 ab, 1969 startete der Betrieb in einer Garage in Kleinarl, 1971 zog er nach Wagrain, und 1976 lief dort die erste eigene Isolierglasproduktion an. Später kamen Verbund-Sicherheitsglas und Einscheiben-Sicherheitsglas dazu. Geführt wird die Gesellschaft bis heute von der Familie: Josef und Edeltraud Gasperlmair sowie Mag. Dr. Peter Gasperlmair sind als Geschäftsführer eingetragen, wobei Peter Gasperlmair für Qualität, Vertrieb, Produktion und Personal verantwortlich ist.
Der Standort in Wagrain ist über die Jahrzehnte auf knapp 73.000 Quadratmeter verbaute Fläche gewachsen. Im Lager liegen mehr als 5.000 Tonnen Glas, in den Hallen stehen fünf Isolierglaslinien, sechs Öfen für Einscheiben-Sicherheitsglas und eine Anlage, die Sicherheitsglas biegt. Vieles davon ist Sonderarbeit nach Maß. Bis zu 40 Fahrzeuge fahren täglich mit fertiger Ware weg, 15 Lkw-Züge gehören dem Unternehmen selbst. Ein zweiter Standort in Steyr betreut den Verkauf in Oberösterreich, geliefert wird an regionale, nationale und internationale Projekte.
Die Bandbreite der Berufe folgt dieser Fertigungstiefe. An Schneidtischen, Härteöfen und Wasserstrahlschneidern arbeiten Glasverfahrens- und Prozesstechniker, die Anlagen halten Mechatroniker und Elektrotechniker in Betrieb. Dazu kommen Berufskraftfahrer für die eigene Flotte, Innendienst und Vertrieb, Büro und IT. Drei technische Lehrberufe bildet die Firma selbst aus, jeweils dreieinhalb Jahre lang, und nimmt dafür Jahr für Jahr neue Lehrlinge auf. Lehre mit Matura ist möglich, das Essen während der Arbeit ist gratis, für sehr gute Leistungen gibt es Prämien, und die SUPER s'COOL CARD wird bezuschusst.
Auch bei den weiteren Arbeitsbedingungen nennt das Unternehmen Konkretes: Deutschkurse für Beschäftigte mit Migrationshintergrund, laufende Schulungen zu Arbeitssicherheit und Technik, flexible Arbeitszeiten für Rückkehrerinnen aus der Karenz. Obwohl die Auftragslage am Bau saisonal schwankt, hält der Betrieb nach eigenen Angaben an ganzjährigen Beschäftigungsverhältnissen fest. Quereinsteiger sind ausdrücklich willkommen. Umsatzzahlen veröffentlicht das Familienunternehmen nicht. Gefertigt wird weiterhin alles selbst, vom Zuschnitt bis zum fertigen Isolierglas.
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