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GNT Systems GmbH – Austria bringt Software dorthin, wo gefräst und gedreht wird. Vom Standort Ansfelden bei Linz aus betreut das Team Fertigungsbetriebe, die ihre CNC-Maschinen programmieren, ihre Aufträge digital steuern und jederzeit sehen wollen, was in der Halle gerade läuft. Das Unternehmen gehört zur GNT Systems Group, die seit rund 30 Jahren in diesem Feld arbeitet. Seit September 2024 steht dahinter die Juniper Group des börsennotierten Softwarekonzerns Constellation Software.
Das Geschäft lässt sich an einer einzigen Werkzeugmaschine erklären. Bevor sie ein Bauteil fertigt, muss jemand das Programm dafür schreiben, und dafür liefert GNT die CAD/CAM-Software Mastercam, deren Vertriebspartner die Gruppe in Österreich ist. Läuft die Maschine, erfasst das hauseigene MES, welcher Auftrag gerade bearbeitet wird, wie lange er braucht und wo es klemmt. Dazu kommen die Verwaltung der Werkzeuge und die Übertragung der NC-Programme an die Steuerungen. Die Kunden reichen vom kleinen Zerspanungsbetrieb bis zum Automobilzulieferer und zur Medizintechnik. Bei ihrem Anschluss an die Juniper Group im September 2024 zählte die Gruppe über 1.000 Wartungskunden, mehr als 2.000 Anwender und über 20.000 angebundene Maschinen.
Die österreichische Gesellschaft besteht seit 2018 und sitzt in Ansfelden im Bezirk Linz-Land; im Frühjahr 2023 arbeiteten dort zehn Menschen, in der gesamten Gruppe sind es nach eigenen Angaben rund 60. Der Hauptsitz der Gruppe liegt in Kirchheim bei München. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt diese Größe: kurze Wege, flache Hierarchien und ein Produkt, das man in seiner Gesamtheit noch verstehen kann. Die Arbeit findet nicht am Reißbrett statt. Beraterinnen und Berater fahren zu den Kunden in die Fertigung, richten Systeme ein und schulen die Leute an den Maschinen. Weiterbildung läuft entlang genau dieser Produkte, also CAM, MES und DNC.
Gesucht werden regelmäßig CAM-Programmierer mit Mastercam-Praxis, MES-Berater, die Hallenluft gewohnt sind, und Entwicklerinnen für C# und .NET. Ausgeschrieben war für Ansfelden zuletzt neben einer Senior-Consultant-Stelle auch die DACH-weite Leitung von Finance & Controlling. Der Standort trägt also Verantwortung über Österreich hinaus und ist keine reine Vertriebsdependance. Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten nennt das Unternehmen auf seiner Karriereseite selbst.
Geschäftsführer ist seit der Gründung der österreichischen Gesellschaft Edin Ljubuncic, der das Unternehmen auch nach dem Einstieg der Juniper Group weiterführt; Firmengründer Thomas Oppmann hat sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen. Constellation Software kauft Softwarefirmen und behält sie langfristig, was dem Ansfeldener Standort den Rückhalt eines weltweit tätigen Konzerns gibt, ohne dass sich die Ansprechpartner vor Ort ändern. Eigene Umsatzzahlen veröffentlicht die österreichische Gesellschaft nicht. Bekannt ist, was zählbar ist: über 20.000 Maschinen an der Software der Gruppe, sechs Standorte in Deutschland und einer in Oberösterreich.
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