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85 Straßenbahnen und mehr als 170 Busse bringen die Grazerinnen und Grazer täglich durch die Stadt. Dieselbe Firma liefert auch das Trinkwasser, holt den Müll ab und betreibt die Bäder. Rund 3.200 Menschen arbeiten im Konzern der Holding Graz, die zu 99,84 Prozent der Stadt Graz gehört und damit zu den größten Arbeitgebern im Süden Österreichs zählt.
Die Holding Graz bündelt die kommunalen Betriebe der Stadt unter einem Dach. Die Graz Linien fahren seit über 140 Jahren öffentlichen Verkehr in der Landeshauptstadt. Die Wasserwirtschaft bringt das Trinkwasser ins Haus, rund ein Viertel davon kommt aus dem Hochschwab-Massiv nördlich der Stadt. Wer in Graz den Restmüll hinausstellt, ein Hallenbad besucht oder mit der Seilbahn auf den Schöckl fährt, hat es ebenfalls mit dem Unternehmen zu tun. Über die Beteiligungen reicht das Feld noch weiter: Der Flughafen Graz gehört dazu, ebenso der Breitband- und Netzbetreiber Citycom und die Werbefirma Ankünder.
Die Wurzeln gehen auf die 1960 gegründeten Grazer Stadtwerke zurück, 2010 wurde daraus die heutige GmbH mit Sitz am Andreas-Hofer-Platz. Ein städtischer Eigentümer, gesetzlich verankerte Aufgaben und ein Kundenstamm, der die gesamte Stadt umfasst: Der Betrieb läuft, ob die Konjunktur gerade gut ist oder nicht. 2024 erwirtschaftete der Konzern rund 690 Millionen Euro Umsatz und investierte knapp 150 Millionen Euro in Graz, so viel wie in keinem Jahr zuvor. Ein großer Teil davon floss in den Ausbau des Straßenbahnnetzes, etwa in die neue Innenstadtentlastungsstrecke und die Verlängerung der Linie 5.
Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das vor allem eines: über 100 Berufsfelder unter einem Firmennamen. In der Buswerkstätte stehen Kfz-Techniker an den Fahrzeugen, im Gleisbau arbeiten Facharbeiterinnen am Schienennetz, in der Verwaltung planen Buchhalter, Einkäuferinnen und Netzwerktechniker den Betrieb dahinter. Ein Wechsel zwischen Sparten ist im Haus möglich, ohne den Arbeitgeber zu verlassen. Wie viele Beschäftigte auf die einzelnen Betriebe entfallen, weist das Unternehmen öffentlich allerdings nicht aus.
Ausgebildet wird selbst. Rund 100 Lehrlinge lernen im Konzern, jährlich kommen etwa 20 bis 25 neue dazu, unter anderem in der Elektro- und Gleisbautechnik, im Maschinenbau, in der Gartenfacharbeit und im Büro. Die Lehre mit Matura wird aktiv gefördert, und für Mädchen in technischen Lehrberufen wirbt die Holding gezielt. Für Fort- und Weiterbildung gibt es ein eigenes Angebot.
Zum Arbeitsplatz gehören ein kostenloses Klimaticket, ein Betriebskindergarten, eine Kantine und die sechste Urlaubswoche ab 43. Als familienfreundliches Unternehmen ist die Holding Graz seit 2013 zertifiziert, das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung trägt sie für die Jahre 2025 bis 2027. Beworben wird sich über das Karriereportal karriere.holding-graz.at.
