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Rund 170.000 Eingangsrechnungen pro Jahr, mehr als 90 Prozent davon automatisch verarbeitet: So beschreibt IGS Systemmanagement das Ergebnis bei einem seiner Industriekunden. Gebaut wird diese Software in Piberbach in Oberösterreich, südlich von Linz, in einem umgebauten Bauernhaus mit Ziegelgewölbe. 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln hier ERP-Systeme, die im gesamten DACH-Raum und in Osteuropa im Einsatz sind. Das Unternehmen gibt es seit 1987.
ERP-Software ist so etwas wie das Nervensystem eines Betriebs. Sie hält fest, welche Ware im Lager liegt, welche Rechnung offen ist und wer welchen Beleg freigegeben hat. Genau daran arbeitet IGS seit fast vier Jahrzehnten. Die Programme entstehen auf IBM i, jener Plattform, die früher AS/400 hieß und in vielen Industrie- und Handelsunternehmen bis heute die zentralen Geschäftsprozesse trägt. Programmiersprache ist RPG.
Die Kundenliste zeigt, wie unterschiedlich die Aufgaben ausfallen. Für die PEZ-Gruppe wickelt IGS die Konzernkonsolidierung über Ländergrenzen hinweg ab, die Caritas Oberösterreich nutzt die Systeme für ihre Berichte an Spender und öffentliche Stellen, die MGG Gruppe aus der Recyclingbranche für Dokumentenmanagement und Warenwirtschaft an mehreren Standorten. Der Holzgroßhändler Keplinger arbeitet laut Unternehmensangaben seit 1991 mit dem IGS-ERP. Solche Beziehungen halten Jahrzehnte. Wer hier ein Modul baut, sieht es über viele Jahre in echtem Betrieb laufen, und zwar in Sprach- und Länderversionen weit über Österreich hinaus.
Das Produktspektrum reicht vom Finanzwesen mit Anlagenbuchhaltung und Controlling über Warenwirtschaft und Logistik bis zu Workflow- und Dokumentenmanagement. Elektronische Rechnungen nach ZUGFeRD, XRechnung und ebInterface verarbeitet das System in beide Richtungen. Für die grafische Oberfläche gibt es den IGS Graphical Workspace, für die zentrale Vorgangssteuerung das IGSMT®X-Board. Standardware von der Stange ist das nicht: Die Systeme werden an die Anforderungen jedes einzelnen Kunden angepasst, und Beratung, Betreuung und Schulung gehören ausdrücklich zum Leistungsversprechen. Für Entwicklerinnen und Entwickler bedeutet das viel fachlichen Kontakt zu Buchhaltung, Einkauf und Lager der Kundenbetriebe statt reiner Codearbeit im Abseits.
Bei 30 Personen im Haus sind die Wege kurz. Gesucht werden Leute mit IT-Ausbildung aus Lehre, HTL oder Hochschule ebenso wie Quereinsteiger mit einschlägiger Praxis; eingelernt wird intern und im Tandem mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Praktikantinnen und Praktikanten sowie Studierende, die ihre Abschlussarbeit an einem realen System schreiben wollen, sind ausdrücklich willkommen. Geführt wird das Unternehmen von Mag. Marc Weginger LL.M., Firmensitz und einziger Standort ist Piberbach. Zu Gehaltsbändern und einzelnen Zusatzleistungen veröffentlicht IGS nichts, das klärt sich im Gespräch. Aktuell ausgeschrieben ist eine Stelle als Software Developer IBM i – RPG.
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