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Semmering-Basistunnel, Koralmtunnel, Kraftwerk Spullersee: An Projekten dieser Größenordnung sitzen Ingenieurinnen und Ingenieure von IGT mit am Tisch, lange bevor die erste Sprengung stattfindet. Das Salzburger Ziviltechnikerbüro plant Tunnel, Kraftwerksstollen und Hangsicherungen, rechnet die Tragwerke und begleitet den Bau bis zur Abnahme. Mehr als 80 Fachleute aus Bauingenieurwesen, Geologie und Verwaltung gehören dazu. Gearbeitet wird zur Hälfte am Schreibtisch und zur Hälfte im Berg.
Angefangen hat alles 1948, als der Geologe Leopold Müller in Salzburg sein Ingenieurbüro für Geologie und Bauwesen eröffnete. Aus dem Kreis um Müller, Franz Pacher und Ladislaus von Rabcewicz ging die Neue Österreichische Tunnelbaumethode hervor, die den Untertagebau bis heute prägt. 1966 übernahm Pacher das Büro und formte daraus die Ingenieurgemeinschaft Geotechnik und Tunnelbau, die Vorläuferin der heutigen Ziviltechniker-Gesellschaft. Diese Herkunft ist mehr als Firmengeschichte: Wer hier anfängt, arbeitet an einem Verfahren mit, das im eigenen Haus mitentwickelt wurde.
Die Arbeit verteilt sich auf rund zehn Fachbereiche. Im Hohlraumbau planen die Teams Verkehrs- und Kraftwerksanlagen von der ersten Studie bis zur Ausschreibung. In der Geotechnik werten sie Messdaten aus dem Berg aus und passen den Ausbau an das an, was der Fels tatsächlich hergibt. Wasserkraft ist ein zweites Standbein, vom Machbarkeitsnachweis bis zur Kollaudierung. Dazu kommen Aufgaben, die man in einem Tunnelbüro nicht sofort vermutet, etwa die Verwertung von Ausbruchmaterial oder die Begleitung von UVP- und wasserrechtlichen Verfahren. Auch die Software für die eigenen Projekte entsteht seit Jahrzehnten intern, in einem eigenen Fachbereich Informationstechnologie. Neben Bauingenieuren, Geologinnen und Bautechnikern arbeiten deshalb auch Entwickler im Haus.
Der Sitz liegt in der Mauracherstraße in Salzburg. Niederlassungen gibt es in Wien, Graz und im vorarlbergischen Schruns, dazu ein Büro in Istanbul. Wer in die örtliche Bauaufsicht einsteigt, sitzt nicht in der Zentrale, sondern in einem Baubüro direkt an der Strecke, derzeit unter anderem in Mürzzuschlag, Wels und Innsbruck. Auslandsprojekte kommen dazu, etwa der Ausbau der Nationalstraße RN9 in Algerien. Wie sich die mehr als 80 Beschäftigten auf die einzelnen Standorte verteilen, veröffentlicht IGT nicht.
Auf der Karriereseite nennt das Büro Sicherheit, Abwechslung und Perspektive als das, wofür es steht, und verweist auf viele langjährige Mitarbeitende. Was dahintersteht, ist konkret benannt: Betriebsarzt, Impfungen und Untersuchungen, Jobticket und Parkplatz, flexible Arbeitszeitmodelle und ein Zuschuss zur Kinderbetreuung. Aus- und Weiterbildung wird über Seminare und Konferenzbesuche unterstützt, Dienstjubiläen werden prämiert. Neu eingestellt wird laufend, zuletzt für kaufmännische Baustellenbetreuung in Salzburg und Bauingenieurarbeit in Schruns. Zuletzt in Betrieb gegangen ist die Umfahrung Kastelbell in Südtirol.
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