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Rund 2.500 Megawatt Turbinenleistung hängen an den Speicherseen im Montafon und im Brandnertal. Fehlt im europäischen Netz kurzfristig Strom, laufen die Pumpspeicher an und liefern binnen Minuten. Über 1.700 Menschen sorgen bei illwerke vkw dafür, dass das zuverlässig funktioniert. Und dafür, dass in Vorarlberg und im Westallgäu Strom, Wärme und Glasfaser bei den Kundinnen und Kunden ankommen.
Das Unternehmen gehört dem Land Vorarlberg. Seine Geschichte reicht weit zurück: Die Vorarlberger Illwerke wurden im November 1924 gegründet, die Vorarlberger Kraftwerke gehen auf ein Elektrizitätswerk aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts zurück. Am 2. Juli 2019 verschmolzen beide Häuser zur illwerke vkw AG mit Sitz in Bregenz. Manche Anlagen schrieben dabei Technikgeschichte. Das Vermuntwerk war 1930 das größte Wasserkraftwerk Österreichs, das Lünerseewerk I bei seiner Eröffnung 1958 das leistungsstärkste Hochdruck-Pumpspeicherwerk der Welt.
Heute deckt illwerke vkw die Kette von der Erzeugung bis zur Steckdose ab. Wasserkraft ist das Kerngeschäft, ergänzt um Windkraft und Batteriespeicher. Die Vorarlberger Energienetze betreiben das Stromnetz im Land, gleichzeitig treibt der Konzern den Glasfaserausbau und Wärmeprojekte voran. Auch Bergbahnen gehören dazu: Die Golm Silvretta Lünersee Tourismus GmbH führt Gäste in genau jene Täler, in denen die Kraftwerke stehen. Über die illwerke vkw Deutschland GmbH reicht das Versorgungsgebiet über die Grenze ins Westallgäu.
Gearbeitet wird vor allem an zwei Standorten, in Bregenz und im zentrum montafon in Vandans. Entsprechend groß ist die Bandbreite der Berufe. In den Kraftwerken halten Elektro- und Maschinentechnikerinnen Turbinen, Pumpen und Leittechnik in Betrieb, während Softwareentwickler, Vermessungstechnikerinnen und Bauingenieure an Netzdaten, Trassen und Kraftwerksprojekten arbeiten. Dazu kommen kaufmännische Aufgaben und der Tourismusbetrieb am Berg.
Ausbildung hat einen eigenen Stellenwert. Über 100 Lehrlinge lernen in neun Lehrberufen, ausgebildet wird am energie campus bregenz und am energie campus montafon in Vandans. Dort stehen angehende Elektrotechnikerinnen und Mechatroniker an eigenen Werkstattplätzen, während Applikationsentwickler:innen im selben Haus programmieren lernen. Wer will, macht die Lehre mit Matura. Für Beschäftigte gibt es interne und externe Schulungen, ein Talenteprogramm für Fachleute mit Ambitionen und Angebote der Gesundheitsförderung bis hin zu interner Physiotherapie.
Der Blick nach vorn ist langfristig angelegt. Bis 2040 will der Konzern rund neun Milliarden Euro investieren; das größte Einzelvorhaben ist das geplante Lünerseewerk II im Brandnertal mit 1.100 Megawatt Leistung und rund 2,65 Milliarden Euro Investitionsvolumen. Eine tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht, die Angaben in öffentlichen Quellen bewegen sich zwischen rund 1.600 und 1.900 inklusive Lehrlingen. Für das Geschäftsjahr 2025 wies illwerke vkw einen Jahresüberschuss von 159 Millionen Euro aus, für 2026 gab der Aufsichtsrat ein Baubudget von rund 400 Millionen Euro frei.
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