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Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen

Salzburg·Bildungswesen·1 offene Stelle
Profil

Jedes Jahr lösen Zehntausende Kinder und Jugendliche in ganz Österreich dieselben Aufgaben in Deutsch, Mathematik und Englisch. Konzipiert, ausgewertet und wissenschaftlich verantwortet werden diese Kompetenzerhebungen in Salzburg, beim Institut des Bundes für Qualitätssicherung im österreichischen Schulwesen (IQS). Das Institut liefert dem Bildungsministerium die Daten, auf denen bildungspolitische Entscheidungen aufbauen. Wer hier arbeitet, misst nicht abstrakte Zahlen, sondern die Lernstände einer ganzen Schülergeneration.

Das IQS ist eine nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Bildung und ging am 1. Juli 2020 aus dem früheren BIFIE hervor. Seine gesetzliche Grundlage ist das IQS-Gesetz, im Nationalrat 2019 beschlossen. Der Auftrag lässt sich in einem Satz sagen: Qualität im Schulsystem messen und wissenschaftlich absichern. Konkret heißt das die individuelle Kompetenzmessung iKM PLUS, mit der in der vierten und achten Schulstufe überprüft wird, ob die Bildungsstandards erreicht werden. Dazu kommt die österreichische Beteiligung an internationalen Vergleichsstudien wie PISA, PIRLS, TIMSS und TALIS. Auch der Nationale Bildungsbericht entsteht unter Mitwirkung des Instituts; die jüngste Ausgabe wurde Ende 2024 veröffentlicht.

Hinter diesen Erhebungen steckt echte Facharbeit. Das Institut gliedert sich in drei Bereiche: wissenschaftliche Produkte wie Testentwicklung und Fachdidaktik, wissenschaftliche Services mit Datenmanagement und Psychometrie sowie Verwaltung und IT. Entsprechend breit sind die Berufsfelder. Testentwicklerinnen für Deutsch, Mathematik und Englisch arbeiten hier neben Statistikern, die Millionen Testergebnisse auswerten. Softwareentwickler bauen die Plattformen für die Online-Testungen, während in der Forschungsdatenbibliothek Datensätze für die weitere wissenschaftliche Nutzung aufbereitet werden. Für Menschen aus Bildungsforschung, Psychologie, Statistik oder Fachdidaktik ist das ein seltener Ort, an dem Forschung direkt in die Praxis von rund einer Million Schülerinnen und Schülern wirkt.

Der Charakter als Arbeitgeber ergibt sich aus dieser Stellung. Als Institut des Bundes bietet das IQS die Verlässlichkeit einer öffentlichen Einrichtung und einen Auftrag, der über einzelne Regierungsperioden hinaus Bestand hat. Wissenschaftliche Unabhängigkeit ist dabei kein Schlagwort: Ein wissenschaftlicher Beirat mit nationalen und internationalen Fachleuten begleitet die Methodik, und das Institut ist Mitglied der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität. Geleitet wird es von Direktor Robert Klinglmair. Der Sitz liegt an der Alpenstraße im Süden von Salzburg. Eine öffentliche Angabe zur genauen Mitarbeiterzahl ließ sich nicht ermitteln.

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