

Lapp Gruppe
Ölflex heißt die Leitung, mit der bei Lapp alles begann: 1959 brachten Oskar Lapp und seine Frau Ursula Ida die erste industriell gefertigte, farbcodierte Anschlussleitung auf den Markt. Aus dieser einen Erfindung ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen mit Sitz in Stuttgart geworden. Rund 5.700 Menschen arbeiten heute für die Lapp Gruppe.
Wenn eine Produktionsanlage, ein Industrieroboter oder eine Ladesäule mit Strom und Daten versorgt werden muss, stecken oft Kabel von Lapp dahinter. Das Unternehmen entwickelt und fertigt Anschlussleitungen, Steckverbinder und Kabelverschraubungen für die Automatisierung, den Maschinenbau und die Energietechnik. Die Marke Ölflex kennt in der Branche fast jeder. Gefertigt wird an rund 26 Standorten, verkauft werden die Produkte in über 80 Ländern.
Die Zahlen zeigen, wie tragfähig das Geschäft ist. Im Geschäftsjahr 2025 (bis Ende September) setzte die Gruppe 1,93 Milliarden Euro um, sechs Prozent mehr als im Jahr davor. Das Wachstum kam zuletzt vor allem aus Asien, besonders aus Indien. Und obwohl das Unternehmen längst global aufgestellt ist, gehört es bis heute der Gründerfamilie; mit Matthias Lapp führt ein Enkel von Oskar und Ursula Ida Lapp den Vorstand.
Die Aufgabenfelder sind entsprechend breit. In der Fertigung arbeiten Fachkräfte an den Extrusions- und Konfektionsanlagen, in der Entwicklung entstehen Leitungen für Elektrofahrzeuge und Ladetechnik, ein Feld, in das Lapp seit Jahren investiert. Dazu kommen Vertrieb, Logistik, IT und kaufmännische Berufe an den Standorten im In- und Ausland. Der Hauptsitz liegt bis heute in Stuttgart, in der nach dem Firmengründer benannten Oskar-Lapp-Straße.
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