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Mehr als 75.000 Mal im Monat wird irgendwo auf der Welt eine Photovoltaikanlage mit Software aus Klagenfurt geplant. Sie kommt von Levasoft. Das inhabergeführte Softwarehaus an der Rosentaler Straße entwickelt seit 2008, wer hier anfängt, arbeitet nicht auf dem Dach, sondern an dem Programm, das Dachflächen vermisst, Windlasten rechnet und am Ende den fertigen Montageplan ausgibt.
Am Anfang standen Auftragsprojekte in .NET-Umgebungen. Im Februar 2010 kam das eigene Produkt dazu, das Solar.Pro.Tool, und 2011 der Markteintritt auf der Intersolar. Heute führt die Web-Anwendung Planerinnen und Planer in zehn Schritten durch ein PV-Projekt. Die Dachfläche lässt sich über Google Maps, PDF oder DXF erfassen, Schnee- und Windlasten fließen automatisch ein, Statik und die nötige Ballastierung für Flachdächer rechnet die Software gleich mit. Am Ende stehen Stückliste, CAD-Plan und 3D-Ansicht.
Die Kundschaft ist speziell und dadurch stabil. Rund 80 Unternehmen arbeiten mit dem Tool, überwiegend Hersteller von Montagesystemen, dazu Modulproduzenten, Großhändler und Energieversorger. Über 130 Montagelösungen sind im System hinterlegt. Viele dieser Kunden geben die Software unter eigenem Namen an ihre Fachpartner weiter, die Schweizer Ernst Schweizer AG etwa hat ihr früheres Auslegungswerkzeug proMSP damit abgelöst. Für die Leute in der Entwicklung heißt das: Eine Änderung am Berechnungskern landet innerhalb kurzer Zeit bei Installateuren in halb Europa.
Technisch ist Levasoft ein C#- und .NET-Haus mit MSSQL im Hintergrund, entwickelt wird nach Scrum. Die ausgeschriebenen Stellen richten sich an zwei Erfahrungsstufen. Für die reguläre Entwicklerposition werden Berufserfahrung mit C# und dem .NET Framework sowie Datenbank-Grundkenntnisse erwartet, für die Einstiegsvariante genügen Grundkenntnisse im Programmieren. Deutsch fließend, Englisch gut, weil die Anwender international sitzen. Eine offizielle Mitarbeiterzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht, auf karriere.at ist es in der Größenklasse 51 bis 100 Beschäftigte eingetragen.
Gearbeitet wird in einem sanierten Furnier- und Holzlager, barrierefrei und mit eigener Energie- und Wärmeversorgung. Die Wochenarbeitszeit liegt bei 38,5 Stunden, mit Gleitzeit und Homeoffice-Möglichkeit. Mittwochs kommt Massage ins Haus, Yoga gibt es ebenfalls, dazu Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Getränke, Obst und Parkplätze direkt vor der Tür. Das Team beschreibt sich als gemischt in Alter, Geschlecht und Ausbildung, geduzt wird durchgehend, und die Geschäftsführung sitzt im selben Haus. Geführt wird die GmbH von Florian Wiesauer. Vom Klagenfurter Büro aus betreut das Team auch Anwender in Frankreich, für die die Software Wind- und Schneelasten nach den dortigen Eurocode-Zonen automatisch ermittelt.
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