Arbeitgeber entdecken
Finde deinen nächsten Arbeitgeber.
Finde deinen nächsten Arbeitgeber.


Die Skischuhschnalle wurde 1962 in Spital am Pyhrn erfunden. Entwickelt hat sie MARK, damals noch eine Schuhösenfabrik mit rund 100 Beschäftigten, gegründet am 20. November 1920 von Rudolf Mark senior. Heute fertigt das Unternehmen im oberösterreichischen Gleinkerau hochpräzise Metallteile, die in Bremssystemen, Airbags und Getrieben stecken. Am Stammsitz arbeiten knapp 400 Menschen.
Das Kernverfahren heißt Tiefziehen. Aus flachem Blech entstehen in mehreren Stufen Hülsen, Buchsen und Gehäuse, oft nur wenige Millimeter groß und trotzdem auf engste Toleranzen gefertigt. Ein typisches Teil aus dem Katalog ist das Treibladungsgehäuse eines Airbags mit acht Millimetern Durchmesser und 52 Millimetern Länge. Laut einem Bericht der Wirtschaftszeit von 2018 stecken rund 200 MARK-Bauteile in einem durchschnittlichen europäischen Auto. Neben der Automobilindustrie beliefert das Unternehmen Medizintechnik, Elektrotechnik und Haushaltsgerätehersteller; 2021 kam E-Mobilität als Feld dazu, 2023 die Kosmetikindustrie.
Gearbeitet wird an drei Standorten. Der Stammsitz in Gleinkerau wuchs seit dem Neubau im Jahr 2000 auf rund 25.000 Quadratmeter Produktionsfläche (Stand 2018), 2013 kam das slowenische Werk MARK Metal d.o.o. in Ptuj dazu, 2019 ein Joint Venture in China. Im April 2024 meldete das Unternehmen erstmals über 100 Millionen Euro Umsatz in der MARK Gruppe Tiefziehen. Zur Familie gehören außerdem MARK Hydraulik, seit 2008 auf leichte Hydraulikkomponenten für die Luftfahrt spezialisiert, und MARK Save A Life, die seit 2011 Absturzsicherungen für Kunden wie Strabag, Liebherr und IKEA entwickelt.
Die Werkzeuge baut MARK selbst. In der Werkzeugbauabteilung entstehen die Folgeverbund- und Transferwerkzeuge, mit denen später in Serie produziert wird, und in der Entwicklung begleiten Techniker Kunden von der ersten Skizze bis zum Serienteil. Dazu kommen Fertigungsmesstechnik, Automatisierung und IT. Ausgebildet wird im eigenen Haus: Werkzeugbautechnik, Mechatronik mit Automatisierungstechnik, IT-Systemtechnik und Fertigungsmesstechnik gehören zu den Lehrberufen, und über das KTLA-Modell lässt sich die HTL-Matura berufsbegleitend dazu machen. Das Unternehmen schreibt, dass viele seiner Lehrlinge nach dem Abschluss im Betrieb bleiben. Wer sich unsicher ist, kann vorher Schnuppertage in mehreren Abteilungen machen.
Geführt wird der Familienbetrieb von Ing. Rudolf Mark, Geschäftsführer seit 2000, und seiner Tochter Dr. Christina Rami-Mark, die 2020 im Jubiläumsjahr in die Geschäftsführung eintrat. Zum Standort gehören eine eigene Kantine mit regionaler Küche, Firmenräder und ein Gesundheitsprogramm. Eine aktuelle Gesamtbeschäftigtenzahl über alle Standorte veröffentlicht MARK nicht; für Oberösterreich nennt das Unternehmen zuletzt knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Fertigung ist nach ISO 9001:2015 und nach IATF 16949:2016 zertifiziert, dem Qualitätsstandard der Automobilindustrie.
Echte Erfahrungen von Bewerber:innen und Mitarbeitenden.
Noch keine Erfahrungsberichte – teile als erste:r deine Erfahrung.
