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Zwei eigene Tanklager betreibt MOL Austria in Österreich: eines in Korneuburg an der Donau, eines am Grazer Ostbahnhof. Von dort geht der Treibstoff an Geschäftskunden im ganzen Land, vom Speditionshof bis zum Industriebetrieb. Seit 1975 handelt das Unternehmen in Österreich mit Mineralölprodukten, heute als Teil der ungarischen MOL Group. Rund 70 Menschen tragen dieses Geschäft.
Das Kerngeschäft ist Großhandel. MOL Austria beliefert Unternehmen mit Diesel, Benzinen, Heizöl und Bunkergasöl, dazu kommen Schmierstoffe und petrochemische Produkte aus dem Konzern. Privathaushalte werden nicht direkt bedient, dafür gibt es die Partnerfirma Roth Energie. Weil im Konzern selbst produziert wird, verkauft das Team nicht nur Ware, sondern kennt sie von der Herstellung her: Spezialkraftstoffe wie Arctic Diesel für den Wintereinsatz gehören ebenso zum Sortiment wie HVO100 mit biogenem Anteil. Eigene Tanklager bedeuten kurze Wege zum Kunden. An ausgewählten Standorten kann rund um die Uhr abgeholt werden, und der Vertrieb ist nach Unternehmensangaben 24/7 erreichbar, was im österreichischen Markt eine Ausnahme ist.
Wer hier anfängt, landet in einer von zwei recht unterschiedlichen Welten. Im Büro in der Walcherstraße im zweiten Wiener Bezirk sitzen Vertrieb, Kundenbetreuung und Verwaltung, dazu ein Anwendungstechniker, der zu den Kunden hinausfährt. Im Tanklager Korneuburg dreht sich alles um Verladung, Sicherheit und pünktliche Auslieferung. Kaufmännische Profile und technisch-logistische Profile arbeiten also unter demselben Dach, aber an ganz verschiedenen Aufgaben.
Hinter der österreichischen Gesellschaft steht die MOL Group aus Budapest, ein integrierter Öl- und Gaskonzern mit rund 25.000 Beschäftigten in mehr als 30 Ländern (molgroup.info, abgerufen am 31.07.2026). Das schlägt sich in der Personalentwicklung nieder. Zweimal jährlich setzen sich Mitarbeitende und Führungskraft zusammen und besprechen die nächsten beruflichen Schritte. Sprachkurse, E-Learning und ein internes Führungskräfteprogramm stehen offen, Mentoring läuft gemeinsam mit dem Mutterkonzern. Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger gibt es das einjährige Growww-Programm mit Mentoring und fachlicher Ausbildung, ein eigenes Stipendienprogramm richtet sich gezielt an Ingenieurinnen. Alle Beschäftigten sind über eine Lebens-, Unfall- und Reiseversicherung der Gruppe abgesichert. Über ein Partnernetzwerk gibt es Vergünstigungen bei Gastronomie, Fitnessstudios und im Handel.
Die Gesellschaft firmiert als GmbH mit Sitz in Wien und ist seit einem halben Jahrhundert am österreichischen Markt. Eine eigene Mitarbeiterzahl veröffentlicht sie nicht; das Firmenverzeichnis der Wirtschaftskammer nennt rund 70 Beschäftigte (firmen.wko.at, abgerufen am 31.07.2026). Alle zwei Jahre befragt der Konzern seine Leute zur Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Seit 2017 läuft zudem das Kulturprogramm CULTURE 2030, an dem in Österreich ein eigenes Team aus Kulturpartnern, Personalabteilung und Geschäftsführung arbeitet.
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