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In Randegg im niederösterreichischen Mostviertel entstehen aus Fichtenbrettern tragende Bauteile: Brettschichtholz für weit gespannte Hallendächer, Brettsperrholz für Wände und Decken im mehrgeschoßigen Holzbau. 245 Menschen arbeiten bei Mosser an drei Standorten in Niederösterreich. Rund 60 Prozent der Produktion gehen in den Export, nach Europa, Nordamerika und Asien (mosser.at, Kennzahlen, abgerufen 09.08.2026). Geführt wird das Unternehmen von der vierten Generation der Eigentümerfamilie.
Mosser hat das Verleimen von Holz früh industrialisiert. 1985 nahm der Betrieb die erste Anlage Europas zur industriellen Herstellung von Massivholzplatten in Betrieb, 1988 folgte die industrielle Brettschichtholz-Fertigung. Seit Anfang 2023 läuft am Standort Perwarth zusätzlich ein Brettsperrholzwerk. Für dieses Werk wurde die Hallenfläche um 3.000 auf 7.000 Quadratmeter erweitert und die Schnittkapazität auf 460.000 Kubikmeter pro Jahr angehoben; rund 35 Arbeitsplätze kamen dadurch neu dazu (meinbezirk.at, 13.10.2022). Den Rohstoff liefert zu einem guten Teil das Schwesterunternehmen Mosser Holzindustrie, das in Zarnsdorf bei Wolfpassing ein Sägewerk betreibt.
Verkauft wird ausschließlich an Unternehmen. Kunden sind der Holzfachhandel und große industrielle Verarbeiter, der Gruppenumsatz liegt bei rund 170 Millionen Euro (mosser.at, Kennzahlen, abgerufen 09.08.2026). Weil viele dieser Kunden außerhalb Österreichs sitzen, wird im Vertrieb mehrsprachig gearbeitet, und die Lage im Zentrum Europas erlaubt es, Bestellungen meist innerhalb weniger Tage auszuliefern.
Die Berufsbilder reichen weit über die Produktionshalle hinaus. An den Anlagen stehen Holztechniker und Instandhalter, im Einkauf und in der Logistik werden Rundholzströme und Auslieferungen geplant, dazu kommen Qualitätssicherung, IT und kaufmännische Aufgaben in Verwaltung und Personal. Ausgebildet wird im Haus. Mosser bildet Lehrlinge im Modullehrberuf Holztechnik aus, drei Jahre lang, davon ein Jahr im Hauptmodul Sägetechnik, sowie in einer Doppellehre für Elektro- und Metalltechnik, in der man auch automatisierte Fertigungsanlagen programmiert. 2018 eröffnete das Unternehmen ein eigenes Schulungs- und Konferenzzentrum; interne Schulungen und fachspezifische Kurse werden laut Unternehmen laufend gefördert.
Beim Rohstoff war der Betrieb ebenfalls früh dran: 2003 war Mosser der erste Holzverarbeiter Österreichs mit PEFC-Zertifizierung, 2019 folgte eine Auszeichnung im Rahmen einer PEFC-Nachhaltigkeitsaktion in der Kategorie Rundholz. Wie sich die 245 Beschäftigten auf die einzelnen Gesellschaften der Gruppe verteilen, ist öffentlich nicht ausgewiesen; das WKO-Firmenverzeichnis nennt für die Mosser Leimholz Gesellschaft m.b.H. rund 230 Mitarbeitende an zwei Betriebsstandorten. Angefangen hat alles 1924 mit einer Sägemühle und drei Beschäftigten. 2024 feierte das Unternehmen sein hundertjähriges Bestehen.
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