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Mehr als 13.200 Holztrocknungsanlagen aus Eberschwang stehen heute in Sägewerken rund um die Welt. Angefangen hat das 1982, als Kurt Mühlböck den Betrieb im Innviertel mit einem einzigen Mitarbeiter gründete. Vier Jahrzehnte später führen Richard Mühlböck und seit Sommer 2026 Wolfgang Staufer als zweiter Geschäftsführer das Unternehmen. Gebaut wird nach wie vor in Oberösterreich.
Frisch geschnittenes Holz ist nass. Bevor daraus Bauholz, Möbel oder Verpackungen werden, muss es kontrolliert trocknen, und genau dafür entwickelt und fertigt Mühlböck die Trockenkammern samt Ventilatoren, Wärmetauschern und Steuerungen. Kunden sind Sägewerke und holzverarbeitende Betriebe im In- und Ausland. Gegenüber herkömmlichen Anlagen sollen sich mit der Technik bis zu 50 Prozent Energie einsparen lassen, so das Unternehmen auf seiner Website. Die Fertigungstiefe ist hoch: Die Anlagenkomponenten entstehen am Standort Eberschwang, und auch die Steuerungssoftware wird dort programmiert. Wer hier arbeitet, sieht das eigene Produkt also vom Blechzuschnitt bis zur Inbetriebnahme.
Im Sommer 2025 ist der Betrieb in ein neues Werk im Ortsteil Antiesen übersiedelt, rund 22 Millionen Euro wurden investiert. Auf etwa 6.500 Quadratmetern stehen Fertigungshallen, Logistikflächen sowie Büro- und Schulungsräume. Herzstück ist eine robotergestützte Blechfertigung für Aluminium, Edelstahl und Stahl. Gebaut wurde mit Brettschichtholz, geheizt wird mit Pellets, die Abwärme aus der Produktion wird genutzt, und vor dem Haus stehen 20 Ladepunkte für E-Autos. Aus dem Standort soll schrittweise ein Campus werden, auf dem Produktion, Forschung und Schulung zusammenrücken.
Rund 120 Menschen arbeiten an den beiden Standorten Eberschwang und Hartberg in der Steiermark, fünf davon sind Lehrlinge. Ausgebildet wird in der Metalltechnik und in der Elektrotechnik. In der Halle stehen Blechtechniker an der Roboteranlage, ein paar Türen weiter schreiben Programmierer die Software, die später die Trocknungskurve in einer Kammer steuert. Dass viele bleiben, lässt sich an Zahlen ablesen: Anfang 2023 feierte der Betrieb 26 Mitarbeiterjubiläen auf einmal, zwei davon für 30 Dienstjahre und sechs für Kolleginnen und Kollegen, die schon ihre Lehre hier gemacht hatten. Für Aus- und Weiterbildung wurden im Jahr davor 117 Tage aufgewendet. Umsatzzahlen veröffentlicht das Unternehmen nicht. Auf dem Areal in Antiesen ist jedenfalls noch Luft: 6,5 Hektar, von denen erst ein Teil bebaut ist.
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