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Netcetera GmbH entwickelt Software, die im Hintergrund von Online-Kartenzahlungen läuft. Wenn beim Bezahlen im Webshop die Freigabe über die Banking-App kommt, steckt genau diese Art von Technik dahinter. In Österreich arbeiten die Teams in Linz, Wien und Hagenberg. Hinter ihnen steht die Schweizer Netcetera-Gruppe, die seit 2020 zum Sicherheitstechnik-Konzern Giesecke+Devrient gehört.
Der Kern des Geschäfts heißt 3-D Secure. Das ist das Verfahren, mit dem Banken und Kartenherausgeber prüfen, ob bei einer Online-Zahlung tatsächlich die richtige Person am Gerät sitzt. Netcetera baut die Server, SDKs und Apps dafür und ist als EMVCo Associate in jenem Gremium vertreten, das diese Standards gemeinsam mit Mastercard, Visa und Amex festlegt. Auf der Kundenliste des Unternehmens stehen unter anderem JPMorgan, PostFinance, SIX und die DKB. Zahlungsverkehr ist aber nicht alles: Aus den österreichischen Teams kamen auch Forward Publishing für Verlagshäuser und die Augmented-Reality-Anwendung Inspect AR.
Angefangen hat der österreichische Teil im Softwarepark Hagenberg. Dort entstand Nexperts, spezialisiert auf NFC und mobiles Bezahlen. Netcetera übernahm die Firma 2017, seit 2018 trägt sie den Namen der Gruppe, der Firmensitz liegt heute in Linz. Das Wiener Büro startete 2018 mit zwei Personen und zählte drei Jahre später knapp 30 Kolleginnen und Kollegen (netcetera.com, 2021); dort sitzt das internationale Vertriebsteam. Für Österreich insgesamt weist das Arbeitgeberprofil auf karriere.at 51 bis 100 Beschäftigte aus, eine genauere Zahl veröffentlicht das Unternehmen selbst nicht. In der 1996 in Zürich gegründeten Gruppe arbeiten rund 1.200 Fachleute (netcetera.com, abgerufen im August 2026).
Gesucht werden vor allem Software Engineers, dazu Entwicklerinnen und Entwickler für Android und iOS sowie Leute fürs Projekt- und Produktmanagement. Fünf Arbeitstage pro Jahr sind laut Arbeitgeberprofil für Weiterbildung reserviert. Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice gehören dazu, und der Essenszuschuss von bis zu fünf Euro pro Tag gilt auch daheim. Hagenberg liegt direkt am Softwarepark mit Fachhochschule und Forschungseinrichtungen. Wer in Linz oder Hagenberg an einem Zahlungsprodukt mitarbeitet, sieht es später bei Banken in mehreren Ländern im Einsatz.
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