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Mehr als 30 große Kranken- und Bezirkskrankenhäuser hat Ortner nach eigenen Angaben mit Haustechnik ausgestattet. Dazu gehört die Reinraumtechnik für sterile Operationssäle ebenso wie die Versorgung ganzer Häuser mit Wärme, Kälte und medizinischen Gasen. Angefangen hat das 1903, mit einem kleinen Installationsbetrieb in Innsbruck. Von dort aus wird bis heute geplant und gebaut, inzwischen auch in Wien, München und im schweizerischen Appenzell.
Das Geschäft hat zwei Seiten. Die eine ist technische Gebäudeausstattung: Heizung, Klima, Lüftung und Sanitär, eingebaut in Kliniken, Schulen oder Einkaufszentren. Die andere ist der industrielle Anlagenbau mit Prozess- und Rohrleitungstechnik, wo die Chemie-, Pharma- und Lebensmittelproduktion die Anforderungen vorgibt. Wer dort montiert, arbeitet unter Reinraumbedingungen und dokumentiert jeden Schritt. In München war Ortner an der München Klinik Harlaching tätig, in Innsbruck am West Park.
Der Firmensitz liegt in der Dr.-Stumpf-Straße in Innsbruck. Die Wiener Niederlassung entstand Ende der 1960er-Jahre, der Standort Appenzell kam 2014 dazu. Auf LinkedIn gibt das Unternehmen seine Größe mit 201 bis 500 Beschäftigten an; eine exakte Mitarbeiterzahl veröffentlicht Ortner selbst nicht. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 lag die Bilanzsumme bei 103,3 Millionen Euro, das Eigenkapital bei 32,9 Millionen.
Hinter Ortner steht IGO Industries, ein von der Familie Ortner in vierter Generation geführter Verbund von Technologieunternehmen. Iris Ortner leitet das operative Geschäft seit 2013, zur Gruppe zählen unter anderem ELIN und Bacon, dazu Beteiligungen an PORR und UBM Development. Für Berufseinsteiger bedeutet das ein Ausbildungsprogramm, das ein einzelner Betrieb kaum stemmen könnte. Rund 250 Lehrlinge bildet die Gruppe aus, bei Ortner in Innsbruck und Wien vor allem in der Installations- und Gebäudetechnik, daneben im technischen Zeichnen und in Innsbruck in der IT-Technik. Fast 90 Prozent der jungen Leute werden nach der Lehre übernommen, gibt das Unternehmen an. Lehre mit Matura ist möglich, die Weiterbildung läuft über die konzerneigene LehrlingsAcademy.
Neben den Baustellenberufen gibt es Arbeit in Planung und Kalkulation, in der Projektleitung und im technischen Büro. Im Februar 2024 hat Ortner ein Patent für eine Wassererwärmungsanlage angemeldet.
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