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Kündigungsanfechtung, offene Entgeltansprüche, ein Streit über eine Leistung der Sozialversicherung: Das sind die Themen des Arbeits- und Sozialrechts, und sie bilden den Schwerpunkt der Wiener Kanzlei von Mag. Franjo Schruiff, LL.M. Seit 2006 führt er sie als selbstständiger Rechtsanwalt. Wer will, schildert sein Anliegen dabei auf Kroatisch, Serbisch oder Bosnisch statt auf Deutsch. Diese Sprachen spricht der Kanzleiinhaber muttersprachlich.
Neben dem Arbeits- und Sozialrecht übernimmt die Kanzlei Schadenersatz- und Gewährleistungsfälle, gestaltet und prüft Verträge und vertritt in verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Verfahren, in denen Grundrechte berührt sind. Vier Rechtsgebiete in einer Einzelkanzlei bedeuten Abwechslung im Tagesgeschäft. Eine Sache lässt sich hier vom Erstgespräch über den Schriftsatz bis zur Verhandlung begleiten, statt nur einen Ausschnitt davon zu bearbeiten.
Der Werdegang des Inhabers erklärt diesen Zuschnitt. Franjo Schruiff studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien und hängte an der Donau-Universität Krems ein Masterstudium im Europarecht mit Schwerpunkt Europäisches Wirtschaftsrecht an. Das Gerichtsjahr absolvierte er im arbeits- und sozialrechtlichen Bereich, die Zeit als Konzipient in der Kanzlei Teicht & Jöchl. In den 1990er-Jahren arbeitete er als parlamentarischer Referent für Minderheiten-, Menschenrechts- und Migrationspolitik, 2012 übernahm er die Leitung einer Menschenrechtskommission der Volksanwaltschaft. Grundrechtsfragen sind in dieser Kanzlei also kein Randthema, das man einmal im Jahr streift.
Die Mehrsprachigkeit ist praktischer Teil der Arbeit. Zu Deutsch, Kroatisch, Serbisch und Bosnisch kommt Englisch als Verhandlungssprache, dazu Grundkenntnisse in mehreren weiteren mittel- und südosteuropäischen Sprachen. Für internationale Menschenrechtsorganisationen und die OSZE hat Schruiff übersetzt und gedolmetscht, und er engagiert sich in kroatischen Minderheitenorganisationen. Neben dem Wiener Büro weist die Kanzlei eine Nebenstelle im burgenländischen Oslip aus, dort nach Vereinbarung. Wer Sprachen aus dem südosteuropäischen Raum mitbringt, setzt sie hier fachlich ein und führt sie nicht bloß im Lebenslauf.
Wie viele Personen in der Kanzlei mitarbeiten, veröffentlicht sie nicht. Die Arbeitssituation ist trotzdem gut einschätzbar: In einer Einzelkanzlei arbeitet man unmittelbar mit dem Inhaber zusammen, kennt die Akten von der ersten bis zur letzten Seite und hat früh direkten Kontakt zu den Mandantinnen und Mandanten. Die klassischen Einstiege in eine Kanzlei dieser Größe sind die Rechtsanwaltsanwärterschaft nach dem Studium und das Kanzleisekretariat. Eingetragen ist Schruiff bei der Rechtsanwaltskammer für Wien und im Rechtsanwaltsverzeichnis des Österreichischen Rechtsanwaltskammertags. Vertreten werden Privatpersonen ebenso wie Unternehmen, im Inland wie im Ausland.
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