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In Holzhausen bei Wels entstehen Palettieranlagen, Hubsysteme und Förderstrecken, die später in Werkshallen und Verteilzentren in mehr als 50 Ländern laufen. Gebaut werden sie von Schwingshandl automation technology, einem oberösterreichischen Spezialisten für Intralogistik, der dort ansetzt, wo Anlagen von der Stange an ihre Grenzen kommen. Zu den Kunden zählen Bosch und Zalando. Rund 140 Menschen arbeiten am Standort.
Gegründet 2003, hat sich die Firma vom kleinen Konstruktionsbüro zu einem international tätigen Anlagenbauer entwickelt. Intralogistik heißt hier: Material innerhalb eines Werks oder Lagers bewegen. Eine Maschine stapelt Kartons lagenweise auf Paletten, eine andere hebt Ladungsträger über mehrere Ebenen, eine dritte belädt Lkw. Fast jedes Projekt ist ein Einzelstück, weil die Anlage in eine bestehende Halle und einen bestehenden Materialfluss passen muss. Beauftragt wird Schwingshandl von Automobilzulieferern ebenso wie von Flughafenbetreibern und Lebensmittelproduzenten, dazu von großen Systemintegratoren, die Teilanlagen zukaufen.
Das Geschäft wächst deutlich. Der Umsatz lag 2024 bei über 45 Millionen Euro und hatte sich damit binnen vier Jahren mehr als verdoppelt; für 2025 rechnete das Unternehmen mit rund 50 Millionen. Im Jahr vor dieser Bilanz kamen 30 neue Kolleginnen und Kollegen dazu. Seit 2024 hält die europäische Beteiligungsgesellschaft IK Partners die Mehrheit, Gründer Thomas Schwingshandl und Enrico Larcher blieben mit Minderheitsanteilen an Bord, und Thomas Schwingshandl führt die GmbH weiterhin als Geschäftsführer. Rund 70 Prozent des Umsatzes stammen aus Europa, ein weiterer Fünftel aus den USA, wo eine eigene Tochtergesellschaft aufgebaut werden soll.
Die Berufsbilder folgen dem Weg einer Anlage durchs Haus. In der Konstruktion zeichnen Maschinenbau-Ingenieurinnen und -Ingenieure Sondermaschinen, in Fertigung und Montage bauen Techniker sie auf und nehmen sie später beim Kunden in Betrieb, davor und daneben arbeiten Projekteinkauf, Projektleitung und Service. Inbetriebnahmen finden dort statt, wo die Anlage steht, also regelmäßig im Ausland. Ausgeschriebene Stellen nennen Mindestgehälter ab 44.800 Euro für Monteure und ab 49.000 Euro für Konstruktionsrollen (karriere.at, abgerufen im August 2026).
Schwingshandl ist eingetragener Lehrbetrieb und bildet Maschinenbautechniker aus; seit 2022 wurden mehrere Lehrlinge aufgenommen, den Moped- oder Autoführerschein zahlt die Firma. Weiterbildung wird unterstützt, für fachliche Vertiefung auch über Bildungskarenz. Für Bürotätigkeiten gibt es Gleitzeit und Homeoffice-Möglichkeiten, mittags ein frisch gekochtes Menü zum vergünstigten Preis, dazu geförderte E-Bikes und kostenlose Parkplätze. Zur exakten Belegschaftsgröße kursieren je nach Quelle und Stichtag Zahlen zwischen 120 und 140. Die Zertifizierungen für Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement wurden zwischen 2019 und 2024 aufgebaut. Gefertigt wird weiter am Firmensitz in Grillparz, auf rund 6.000 Quadratmetern, die seit 2006 mehrfach erweitert wurden; ein zusätzliches Bürogebäude ist geplant.
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