

Sentry.io
Rund vier Millionen Entwicklerinnen und Entwickler nutzen Sentry, um Fehler in ihrer Software zu finden, bevor die eigenen Nutzer sie melden. Stürzt eine App ab oder lädt eine Seite zu langsam, landet der Vorfall samt betroffener Codezeile beim zuständigen Team. Angefangen hat das 2012 als Open-Source-Projekt zweier Entwickler in San Francisco. Heute arbeiten über 200 Menschen daran, und Wien ist der europäische Standort des Unternehmens.
Sentry sammelt Abstürze, Fehlermeldungen und Performance-Daten aus laufender Software und bereitet sie so auf, dass ein Entwicklungsteam sofort sieht, was schiefgelaufen ist: welche Zeile Code, welche Version, wie viele Nutzer betroffen sind. Unterstützt werden über 100 Programmiersprachen und Frameworks. Nach eigenen Angaben verarbeitet die Plattform täglich mehr als 190 Milliarden solcher Ereignisse, für über 130.000 Organisationen in 146 Ländern. Zu den Kunden zählen Cloudflare und Reddit ebenso wie Duolingo, Atlassian und Anthropic. Wer hier arbeitet, baut also an Werkzeugen mit, die in sehr vielen anderen Firmen täglich im Einsatz sind.
Die Open-Source-Wurzeln sind geblieben. Der Quellcode ist öffentlich einsehbar, und 2025 hat Sentry 750.000 US-Dollar an die Maintainer jener freien Projekte ausgeschüttet, auf denen die eigene Plattform aufbaut. Das sind rund 5.700 Dollar pro Entwicklerin und Entwickler im Haus. Das Modell hat das Unternehmen als Open Source Pledge auch anderen Firmen vorgeschlagen, ein ungewöhnlich konkreter Beitrag an eine Community, aus der viele Bewerber selbst kommen.
In Wien-Leopoldstadt, nahe dem Prater, ist seit August 2020 die Functional Software GmbH eingetragen, eine Tochter der US-Muttergesellschaft Functional Software, Inc. Von hier aus entsteht ein Gutteil der SDKs, also jener Bausteine, die Kunden direkt in ihre eigenen Programme einbauen. Zuletzt suchte der Standort etwa eine Senior-Entwicklerin für das iOS-SDK, eine Person für die Datenaufnahme und jemanden für das Security-Team rund um Identity- und Zugriffsmanagement. Sentry selbst beschreibt Wien als europäischen Hub und verweist auf hohe Mitarbeiterbindung sowie die Nähe zur Open-Source-Szene der Stadt.
Engineering ist weltweit die mit Abstand größte Berufsgruppe, daneben gibt es Teams in Customer Success, Support, Sicherheit und Marketing. Zum Gehalt kommen Unternehmensanteile. Die Karriereseite nennt außerdem ein eigenes Budget für berufliche Weiterbildung, bezahlte Elternzeit und eine flexible Urlaubsregelung. Wie viele der über 200 Beschäftigten auf Wien entfallen, weist das Unternehmen nicht offiziell aus. Neben San Francisco, Wien und Toronto schreibt Sentry inzwischen auch Stellen in Amsterdam, Sydney und New York aus, aktuell rund 47 offene Positionen, der Großteil davon in der Entwicklung.
Erfahrungsberichte
Echte Erfahrungen von Bewerber:innen und Mitarbeitenden.
Noch keine Erfahrungsberichte – teile als erste:r deine Erfahrung.
um mit der Karte zu interagieren.
Recruiting-Team
