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VDS Getriebe GmbH entwickelt in Wolfern bei Steyr stufenlose Getriebe und elektrische Antriebe für Traktoren, Kommunalfahrzeuge und Arbeitsmaschinen. Begonnen hat das 2009 mit drei Leuten in Steyr, ein Jahr später zog die Firma in den heutigen Standort im Gewerbepark Wolfern. Heute stecken VDS-Antriebe unter anderem in McCormick-Traktoren und in vollelektrischen Kehrmaschinen von Bucher. Der chinesische Motorenkonzern Weichai Power hält seit einigen Jahren die Mehrheit an der Muttergesellschaft.
Stufenlos heißt: kein Schalten, kein Zugkraftverlust am Hang. Genau das leisten die leistungsverzweigten Getriebe der Baureihen VTP und VRP, die VDS für Leistungsklassen von 80 bis 420 kW auslegt. Dazu kommen elektrische Achsantriebe und Reduktionsgetriebe für Fahrzeuge, die emissionsfrei fahren sollen. Die Arbeit setzt beim Lastenheft des Kunden an und endet erst, wenn das Getriebe in Serie läuft. Dazwischen liegen Berechnung und Simulation mit CATIA, ANSYS und KISSsoft, Steuerungssoftware in MATLAB/Simulink, Prototypenbau, Prüfstandsläufe bis 250 kW mit Dauerlauf-, Geräusch- und Temperaturmessung und am Ende die Erprobung im echten Fahrzeug.
Dass das trägt, zeigen die Maschinen auf dem Markt. Der McCormick X6-VT mit dem VDS-Getriebe VTP450 wurde 2017 in seiner Klasse zum "Tractor of the Year" gewählt, ein zweiter Titel war bereits 2013 an ein Fahrzeug mit VDS-Technik gegangen. 2021 startete die Serienfertigung des elektrischen Achsantriebs eAD160 für die Kehrmaschine Bucher CityCat V20e. Seit 2025 laufen Feldspritzen mit dem stufenlosen VTP1750 in Serie. Für ein Haus dieser Größe ist das eine ungewöhnlich sichtbare Referenzliste.
Die Firma gehört zur VDS Holding GmbH, unter deren Dach seit der Neuordnung 2017 auch die VDS Driveline GmbH sitzt. Die beiden teilen sich den Standort und die Arbeit: VDS Getriebe entwickelt, VDS Driveline fertigt Getriebe und komplette Antriebssysteme in kleinen und mittleren Stückzahlen. 51 Prozent an der Holding hält Weichai Power über eine Luxemburger Gesellschaft, ein börsennotierter chinesischer Hersteller von Dieselmotoren mit rund 50.000 Beschäftigten. Die Gründer sind dabeigeblieben: Geschäftsführer Heinz Aitzetmüller und sein Kollege Gerhard Hörmann stehen bis heute mit eigenen Anteilen hinter dem Unternehmen. Für Bewerberinnen und Bewerber bedeutet das einen kleinen österreichischen Entwicklungsbetrieb, der über den Eigentümer an einen weltweit tätigen Antriebskonzern angebunden ist.
Wer hier anfängt, arbeitet nah am Produkt. Zuletzt ausgeschrieben waren eine Stelle in der Montage und eine im Versuch, gesucht wurden Mechanikerinnen, Landmaschinentechniker oder Mechatroniker, die stufenlose Getriebe in der Serienmontage zusammenbauen oder Prüfstände aufbauen und in Betrieb nehmen. Daneben sitzen im Haus Konstrukteure, Berechnungsingenieurinnen und Softwareentwickler, die Fahrzeug- und Getriebesteuerungen schreiben. Das Unternehmen selbst nennt leistungsbezogene Bezahlung und Weiterbildungsmöglichkeiten, dazu direkten Kontakt zu Lieferanten und Kunden, hohe Eigenverantwortung und Freiraum für eigene Ideen. Eine offizielle Mitarbeiterzahl veröffentlicht VDS nicht; das eigene Arbeitgeberprofil auf karriere.at weist 31 bis 50 Beschäftigte aus (abgerufen am 11.08.2026). Bewerbungen gehen mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen per E-Mail an die Personalabteilung in Wolfern.
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