

Weingärtner Maschinenbau GesmbH
In Kirchham bei Vorchdorf entstehen Maschinen, die anderswo Kurbelwellen, Turbinenwellen und Extruderschnecken in Form bringen. Weingärtner baut sie seit 1966. Aus der Lohnfertigung von damals ist ein Werkzeugmaschinenbauer geworden, dessen Dreh-Fräs-Zentren bei Kunden von Brasilien über Europa bis Südkorea stehen. Geführt wird das Familienunternehmen heute in zweiter und dritter Generation.
Das Kerngeschäft klingt speziell, lässt sich aber gut erklären. Weingärtner baut Werkzeugmaschinen, die sehr große und sehr komplizierte Bauteile möglichst in einer Aufspannung vom Rohling bis zum Fertigteil bearbeiten. Eine Generatorwelle für ein Kraftwerk zum Beispiel. Oder die Schnecke, die in einer Spritzgussmaschine den Kunststoff fördert. Herzstück ist die mpmc-Baureihe, ein modulares Dreh-Fräs-Zentrum, das seit 2003 im Programm ist und seither immer wieder erweitert wurde, etwa 2007 um die komplette Bearbeitung großer Kurbelwellen. Dazu kommen eigene CAD/CAM-Software, Werkzeug- und Prozesstechnik sowie eine Lohnfertigung, in der Präzisionsteile für Kunden zerspant werden.
Die Abnehmer sitzen in der Energiewirtschaft, im Kunststoffmaschinenbau, in der Luftfahrt und bei Bahnbetreibern. Verkauft wird fast alles ins Ausland. Anlässlich der Silbernen Wirtschaftsmedaille der WKO Oberösterreich für Friedrich und Andreas Weingärtner berichtete die Regionalpresse 2016 von mehr als 500 Beschäftigten, über 100 Millionen Euro Umsatz und einer Exportquote von 95 Prozent in der Weingärtner-Gruppe, zu der neben dem Stammhaus auch Linsinger und Linmag in Laakirchen zählen; die Gruppe galt damals als Weltmarktführer bei komplizierten Extruder- und Spritzgussschnecken im Wirbelverfahren (meinbezirk.at, 10.06.2016). Linsinger kam 1991 dazu, im 25. Jahr des Unternehmens. Wie viele Menschen genau am Standort Kirchham arbeiten, weist die Firma öffentlich nicht aus; Jobplattformen ordnen sie der Größenklasse 101 bis 500 Beschäftigte zu.
Wer hier arbeitet, hat mit der Welt zu tun. Neben dem Stammwerk in Kirchham, das zugleich Firmensitz der GmbH ist, gibt es ein Vertriebsbüro bei Stuttgart, eine Niederlassung in Pittsburgh und seit 2017 ein Repräsentanzbüro in Peking, seit 2021 ergänzt um Service und Handel im chinesischen Taicang. Servicetechnikerinnen und Servicetechniker reisen zu Kunden auf fünf Kontinenten. In Kirchham selbst wird weiter gebaut: 2024 wurde die Betriebsanlage um eine Montage- und Lagerhalle samt Bürotrakt erweitert.
Die Berufsbilder reichen von der Zerspanung an CNC-Maschinen über Elektrokonstruktion und Maschinenbautechnik bis zu Hydraulik und Service. Aktuell schreibt das Unternehmen unter anderem CNC-Fräser, Elektrokonstrukteurinnen, Maschinenbautechniker und einen Area Service Manager aus, mit Einstiegsgehältern zwischen 2.900 und 3.700 Euro brutto monatlich (karriere.at, abgerufen 01.08.2026). Auffällig ist das Gewicht, das die eigene Ausbildung hat. Drei Lehrberufe bildet Weingärtner aus, Konstruktion in vier Jahren, Elektrotechnik und Metalltechnik mit Schwerpunkt Zerspanung in je dreieinhalb. Die Lehrlingseinkommen liegen 2026 je nach Beruf und Lehrjahr zwischen 936 und 2.000 Euro im Monat, dazu kommen Leistungsprämien von bis zu 1.200 Euro im Jahr. Im Dezember gibt es ein 13. Monatsgehalt, und wer die Lehre positiv abschließt, wird übernommen.
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Hauptstandort
Kirchham 29
4656 Eferding, Österreich
Recruiting-Team
