Schärdinger Straße 23
4910 Ried im Innkreis
Österreich

Rund 100 Netzbetreiber im deutschsprachigen Raum lassen ihr Fernsehangebot von Ocilion betreiben. Die Software dafür entsteht in Ried im Innkreis. Ocilion IPTV Technologies baut IPTV-Plattformen, mit denen Kabel- und Glasfaseranbieter ihren Kundinnen und Kunden Fernsehen über die Internetleitung liefern, dazu die Set-Top-Box im Wohnzimmer und die Bedienoberfläche am Bildschirm. 2004 startete Hans Kühberger mit fünf Leuten, heute arbeiten laut Unternehmenswebsite über 100 Menschen im Betrieb.
Das Produkt ist eine White-Label-Plattform. Der Netzbetreiber verkauft Fernsehen unter seiner eigenen Marke, die Technik dahinter kommt aus dem Innviertel: die Aufnahmefunktion, die Mediatheken, die Anbindung von Diensten wie Netflix oder Disney+ und die Werkzeuge, mit denen der Betreiber sein Angebot verwaltet. Zu den Referenzkunden auf der Firmenwebsite zählen M-Net und Deutsche GigaNetz. Auch für den Streamingkanal des Deutschen Fußball-Bunds liefert Ocilion Technik. Verkauft wird überwiegend ins Ausland, vor allem nach Deutschland; die Exportquote lag zuletzt bei 72 Prozent.
Ein zweites Standbein ist seit 2009 der Inhouse-Bereich. Hotels, Krankenhäuser und Stadien bekommen ein eigenes Fernseh- und Informationssystem auf ihre Bildschirme, gesteuert über dieselbe Plattform. Mehr als 160 solcher Installationen nennt das Unternehmen. 2016 kam die Cloud-Variante dazu, bei der Betreiber die Plattform mieten, statt sie selbst zu betreiben. Wer hier arbeitet, sieht die eigene Arbeit also nicht nur im Testlabor, sondern auf Hotelzimmern, Stationsfluren und in Wohnzimmern zwischen Hamburg und Vaduz.
Entwickelt, getestet und betrieben wird all das an einem einzigen Standort an der Schärdinger Straße in Ried im Innkreis. Das hält die Wege kurz: Softwareentwicklung, Netzwerk- und Systembetrieb, Qualitätssicherung und Produktmanagement sitzen im selben Haus, und ein Fehler, den ein Quality Engineer meldet, landet ein Stockwerk weiter. Ausgeschrieben sind derzeit ein System Engineer und ein Software Quality Engineer, beide in Ried; Initiativbewerbungen nimmt das Bewerberportal ebenfalls entgegen. Eine tagesaktuelle Mitarbeiterzahl veröffentlicht Ocilion nicht, die Angaben bewegen sich um die 100.
Das Unternehmen gehört seit der Gründung Ing. Hans Kühberger, der es auch als Geschäftsführer leitet. Zwanzig Jahre im Geschäft, und die technischen Generationswechsel laufen weiter: 2025 stellte Ocilion eine neue Oberfläche, eine neue Set-Top-Box und eine neue Fernbedienung vor. Als Arbeitgeber nennt die Karriereseite flache Hierarchien, Weiterbildung, flexible Arbeitszeiten und Homeoffice; laut Firmenprofil auf karriere.at sind zwei Tage pro Woche von zuhause möglich. Einmal im Jahr setzt sich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter mit der Führungskraft zusammen und legt fest, welche Ausbildung im kommenden Jahr drankommt.
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