

Zillertalstraße 39
6263 Eisenstadt
Österreich

Aus einem Baumstamm wird bei Binderholz fast alles: Schnittholz, Leimbinder und Brettsperrholz für mehrstöckige Holzbauten, aus den Sägeresten Biobrennstoffe. Das Familienunternehmen aus Fügen im Zillertal zählt heute zu den größten Massivholzverarbeitern Europas. Rund 6.300 Menschen arbeiten an mehr als 60 Standorten in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Lettland, Finnland und den USA.
Angefangen hat alles 1950 mit dem Holzhandel von Franz Binder. 1957 kam ein Sägewerk in Fügen dazu, das bis heute der Sitz des Unternehmens ist. Geblieben ist die Firma im Eigentum der Familie Binder. Gewachsen ist sie weit über das Zillertal hinaus: 2017 übernahm Binderholz die deutsche Klenk Holz, Anfang 2022 den britischen Sägewerksbetreiber BSW Timber. Damit ist die Gruppe nach eigener Darstellung und Branchenberichten der größte Massivholzverarbeiter Europas; der Umsatz lag 2022 bei rund 2,6 Milliarden Euro (de.wikipedia.org). Wer in Holz baut, kennt die Produkte. Architekten und Holzbauunternehmen verwenden das Brettsperrholz BBS für Wände und Decken, Zimmereien greifen zu Brettschichtholz und Profilholz. Verarbeitet wird der Rohstoff bis zum letzten Span: Was nicht ins Bauteil geht, wird zu Pellets und Brennstoff. Entsprechend breit sind die Berufe. Im Sägewerk und in der Weiterverarbeitung stehen Maschinenführer und Holztechniker an den Anlagen, in der Konstruktion planen Ingenieure Holzbauprojekte, dazu kommen kaufmännische Aufgaben in Vertrieb, Einkauf und Verwaltung. Auf die Ausbildung legt das Unternehmen erkennbar Wert: Jedes Jahr lädt Binderholz seine rund 80 Lehrlinge aus der gesamten Gruppe zu den Lehrlingstagen nach Fügen, und nach eigener Aussage bleiben fast alle nach der Lehre als Fachkräfte im Betrieb. Die Mitarbeiterzahl wird je nach Quelle und Stichtag mit etwa 6.000 bis 6.300 angegeben.
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