

Ludwig Szinicz Straße 3
4614 Marchtrenk
Österreich

Hinter vielen automatisierten Lagern großer Handelsketten steckt Technik aus Oberösterreich. TGW Logistics plant und baut Anlagen, in denen Waren vollautomatisch eingelagert, zusammengestellt und versandfertig gemacht werden. Rund 4.645 Menschen arbeiten dafür weltweit. Mechanik, Roboter und Steuerungssoftware entstehen dabei zum großen Teil im eigenen Haus.
Gegründet wurde TGW 1969 in Wels, heute sitzt die Firma im benachbarten Marchtrenk. Aus einem regionalen Betrieb ist ein Konzern mit Standorten in Europa, Nordamerika und Asien geworden. Im Kern geht es um Intralogistik. Bestellt ein Modehändler oder ein Lebensmittelkonzern ein neues Verteilzentrum, liefert TGW die Förderanlagen, die Shuttles und die Software gleich mit dazu. Im Geschäftsjahr 2024/25 lag der Umsatz bei rund 1,07 Milliarden Euro. Der Auftragseingang stieg um 55 Prozent auf 1,5 Milliarden und damit auf den höchsten Wert der Firmengeschichte.
Das schafft Raum für ganz unterschiedliche Berufe. Softwareentwickler schreiben die Steuerung, Mechatroniker und Elektrotechniker bauen Regalbediengeräte zusammen, und Projektleiter begleiten eine Anlage von der ersten Skizze bis zur Inbetriebnahme beim Kunden vor Ort. Wer technisch arbeiten will, findet hier reichlich davon. 52,8 Millionen Euro flossen zuletzt in Forschung und Entwicklung, fast fünf Prozent des Umsatzes.
Die Eigentümerstruktur ist ungewöhnlich. Seit 2004 hält die TGW Future Privatstiftung sämtliche Anteile an der Gruppe. Ein Drittel des Gewinns geht an die Stiftung, die davon einen Teil in gemeinnützige Projekte steckt; der größere Teil bleibt im Unternehmen und wird investiert. Verkauft oder zerschlagen werden kann die Firma damit nicht. Aktuell baut TGW sein Headquarter in Marchtrenk weiter aus und steckt dafür noch einmal rund 50 Millionen Euro hinein.
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