Klagenfurter Straße 87-89
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Österreich

Fundermax presst in St. Veit an der Glan Späne, Fasern und imprägnierte Papiere zu Platten, die später als Fassade an einer Schule hängen oder als Arbeitsplatte in einer Küche liegen. Rund 1.390 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Etwa 70 Prozent des Umsatzes gehen in den Export. Begonnen hat alles 1890 mit einem Sägewerk von Karl Funder.
Das Kerngeschäft sind Holzwerkstoffe und Hochdrucklaminate. Architektinnen verplanen die wetterfesten Compactplatten als hinterlüftete Fassade oder als Balkonverkleidung, Tischler verarbeiten die beschichteten Spanplatten zu Küchen und Büromöbeln. Weil die Oberflächen auch scharfe Reinigungsmittel aushalten, kommen sie zusätzlich in Labors und Krankenhäusern zum Einsatz. Produziert wird an drei österreichischen Standorten mit insgesamt fünf Werken: in St. Veit an der Glan, in Wiener Neudorf und in Neudörfl. Dazu kommen Verkaufsbüros in mehreren Ländern, Kunden sitzen in ganz Europa und darüber hinaus. 2025 lag der Umsatz bei rund 516 Millionen Euro (Constantia Industries, Stand 2025). Fundermax gehört zur Wiener Constantia Industries AG, zu der auch Isovolta und die Icotec.group zählen; die Gruppe beschäftigt rund 4.010 Menschen. Wie sich die Belegschaft auf die einzelnen Werke verteilt, veröffentlicht das Unternehmen nicht. Entsprechend breit sind die Berufsbilder. An den Pressen und Anlagen arbeiten Verfahrens- und Elektrotechnikerinnen im Schichtbetrieb, im Labor prüfen Chemikerinnen und Chemiker Beschichtungen und Materialkennwerte, in Vertrieb, Einkauf und Logistik werden die Lieferungen an Verarbeiter und Baustellen in halb Europa organisiert. Lehrlinge bildet Fundermax seit 1991 aus, derzeit rund 50, unter anderem in der Metall- und Elektrotechnik, in der Verfahrenstechnik und in der Chemielabortechnik. Dazu gehören ein eigenes Lehrlingskolleg, Auslandspraktika und die Möglichkeit, die Lehre mit einer weiterführenden Ausbildung zu verbinden. Im Dezember 2025 verlieh das Wirtschaftsministerium dem Unternehmen dafür das Staatswappen als staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb. Auch die Belegschaft selbst hat mitgeredet: Auf Basis anonymer Mitarbeiterbefragungen ist Fundermax mehrfach als Great Place to Work zertifiziert worden, zuletzt im Oktober 2025, davor 2023 und 2021. Auf der Karriereseite stehen Gleitzeit und Homeoffice für Büroberufe, ein Zuschuss zum Klimaticket sowie Bikeleasing und ein subventioniertes Mittagessen. Nachhaltigkeit ist bei einem Holzverarbeiter nicht nur Programm, sondern Betriebsalltag: An zwei Standorten betreibt Fundermax eigene Energieanlagen, die Wärme für rund 4.700 Haushalte liefern und Strom ins öffentliche Netz einspeisen. In St. Veit an der Glan laufen die Maschinen damit im 135. Jahr.
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