

Sandgasse 36/4
8010 Graz
Österreich

Datenschutz für künstliche Intelligenz, faire Algorithmen, Verschlüsselung, die auch in vielen Jahren noch hält: Am Know-Center in Graz ist das die tägliche Arbeit von über hundert Forscherinnen, Entwicklern und Beraterinnen. Das Haus übersetzt aktuelle Forschung in Anwendungen, die Unternehmen wirklich einsetzen. Gegründet wurde es vor rund 25 Jahren als eines der ersten österreichischen Kompetenzzentren. Heute zählt es zu den führenden europäischen Adressen für vertrauenswürdige KI und Data Science.
Das Know-Center sitzt an der Schnittstelle von Universität und Wirtschaft. Seine Wurzeln liegen an der TU Graz, und diese Nähe prägt bis heute die Laufbahnen im Haus: Wer hier als Data Scientist anfängt, kann den Weg bis zur Professur gehen, weil eng mit den Hochschulen zusammengearbeitet wird. Die Forschung verteilt sich auf sechs Felder. In einem geht es darum, KI-Modelle zu trainieren, ohne persönliche Daten preiszugeben. Ein anderes untersucht, wie Menschen und Maschinen sinnvoll zusammenspielen. Ein drittes nimmt Verzerrungen in Algorithmen unter die Lupe.
Greifbar wird die Arbeit bei den Auftraggebern. Ein Fertigungsbetrieb lässt seine Anlagen warten, bevor sie ausfallen. Ein Energieversorger rechnet Verbräuche im Voraus durch. Ein Spital sucht Wege, Patientendaten auszuwerten, ohne sie offenzulegen. Über siebenhundert solcher Industrieprojekte hat das Know-Center bereits abgeschlossen, getragen von einem Netzwerk aus mehr als 50 Partnerunternehmen und rund hundert Forschungseinrichtungen weltweit. Bei den eingeworbenen EU-Forschungsgeldern liegt das Haus an der Spitze der österreichischen K1-COMET-Zentren.
Gearbeitet wird vor allem in Graz, dazu kommen Standorte in Wien und Tirol. Die Belegschaft kommt aus über zwanzig Nationen, viele bringen eine andere Muttersprache als Deutsch mit. Im Haus gilt das Du, einen Dresscode gibt es nicht. Neben den wissenschaftlichen Laufbahnen sucht das Know-Center auch Leute fürs Programmieren, für Beratung, Projektleitung und Management. Gleitzeit und Homeoffice sind selbstverständlich, dazu kommen geförderte Weiterbildung, Bildungskarenz, Konferenzbesuche und sogar hausinterne Coding-Wettbewerbe. Die Arbeit ist nach ISO 9001 zertifiziert, und über sechzig hochrangige Publikationen entstehen hier Jahr für Jahr.
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