
Über 44 Geschäfte betreibt Fielmann in Österreich, und in fast jedem geht es um dieselbe Frage: Welche Brille passt zu diesem Menschen? Wer hier arbeitet, sitzt nah am Kunden. Beim Sehtest, bei der Auswahl der Fassung, in der Werkstatt. Hinter der österreichischen Gesellschaft steht die Fielmann Group, einer der größten Optikanbieter Europas.
Gegründet wurde Fielmann 1972 in Hamburg. Aus dem einen Geschäft ist ein börsennotiertes Familienunternehmen geworden, das Marc Fielmann heute in zweiter Generation führt und das die Familie weiterhin mehrheitlich besitzt. Rund 24.000 Menschen arbeiten in mehr als 1.200 Niederlassungen in Europa und den USA, der Konzernumsatz lag 2024 bei 2,26 Milliarden Euro. Für Beschäftigte in Österreich heißt das zweierlei: Im Rücken eine finanziell stabile Gruppe, vor Ort ein Arbeitgeber mit Filialen in mehreren Bundesländern.
Die österreichische Gesellschaft sitzt in Wien und verkauft das, wofür der Name steht. Brillen, Kontaktlinsen, Sonnenbrillen und zunehmend auch Hörgeräte. An vier Standorten im Land sind Optik und Hörakustik unter einem Dach vereint. Das Aushängeschild steht auf der Mariahilfer Straße: Nach dem Umbau 2021 arbeiten dort 56 Menschen an 15 Beratungstischen, auf mehr als 600 Quadratmetern.
Getragen wird das Geschäft von den Berufen dahinter. Augenoptikerinnen schleifen Gläser und passen Fassungen an, Hörakustiker vermessen das Gehör, dazu kommen Beratung und Verkauf im Laden. Den Nachwuchs bildet Fielmann selbst aus. In Wien gibt es je eine eigene Lehrwerkstatt für Augenoptik und, seit 2021 auf 500 Quadratmetern, für Hörakustik. Wer eine Lehre beginnt, lernt hier im eigenen Haus.