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Kreissägen mit Sägeblättern von bis zu zwei Metern Durchmesser, Brennschneidmaschinen für Stahlwerke und Maschinenbetten aus einem selbst entwickelten Verbundwerkstoff: Das ist das Kerngeschäft der framag Industrieanlagenbau GmbH in Frankenburg am Hausruck. 111 Menschen arbeiten hier im Hausruckviertel, zwölf weitere in der rumänischen Tochtergesellschaft. Gegründet wurde der Betrieb 1979, seit einem Management-Buy-out 1995 ist er eigentümergeführt. Der Großteil der Anlagen geht ins Ausland.
Die Maschinen von framag stehen dort, wo Stahl verarbeitet wird. Im Stranggussbereich trennen sie den Strang längs und quer, Kaltkreissägen schneiden Knüppel und Vorblöcke auf Länge. Ein zweites Standbein ist die Schwingungstechnik. Dafür hat das Unternehmen Hydropol entwickelt, einen Verbundwerkstoff aus Stahl und Spezialbeton, der Vibrationen dämpft und dadurch das Zerspanen an Werkzeugmaschinen genauer macht. Auf ähnlichen Fundamenten stehen Prüfstände, für die framag die Grundkomponenten liefert. Dazu kommen Engineering-Leistungen wie FEM-Berechnungen, Montage und Instandhaltung.
Angefangen hat framag 1979 als Tochter der Lenzing AG mit Maschinen- und Anlagenteilen. 1995 übernahm das Management den Betrieb, ein Jahr später kam die Brennschneidtechnik als eigenes Geschäftsfeld dazu. Geschäftsführer ist seit Oktober 2015 Roland Haas. Die Exportquote lag zuletzt bei 83 Prozent (firmenabc.at, Jahresabschluss 2024). Wer hier arbeitet, hat es entsprechend häufig mit Kunden im Ausland zu tun, und auf Fachmessen wie der METEC in Düsseldorf oder der EMO in Hannover ist das Unternehmen regelmäßig vertreten.
Für einen Betrieb dieser Größe ist die Bandbreite der Berufe bemerkenswert. In der Fertigung stehen Zerspanungstechniker an den CNC-Maschinen, in der Konstruktion entstehen Sägen und Prüfstandsbauteile am Bildschirm, lange bevor der erste Span fällt. Mechatroniker und Softwareentwickler für die Maschinensteuerungen sucht framag ebenso wie Techniker im Projektmanagement. Ausgebildet wird im eigenen Haus, das Unternehmen ist Partnerbetrieb der Dualen Akademie. Als Rahmenbedingungen nennt der Betrieb auf karriere.at eine Kantine, flexible Arbeitszeiten und Weiterbildungsangebote. Eine tagesaktuelle Gesamtmitarbeiterzahl veröffentlicht framag nicht; die Angaben in öffentlichen Verzeichnissen bewegen sich zwischen 111 und rund 120.
2021 ging in Frankenburg eine neue Fertigungshalle mit 1.500 Quadratmetern in Betrieb, 3,3 Millionen Euro Investition, verbunden mit zehn zusätzlichen Arbeitsplätzen in den Folgejahren. Auf dem Dach deckt eine Photovoltaikanlage von 500 Quadratmetern im Sommer nahezu den gesamten Energiebedarf, geheizt wird über Luftwärmepumpen und ein Hackschnitzelnetz.
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