Marienplatz 1
8020 Graz
Österreich

Vier Partner gründeten 2007 in Graz ein kleines Software-Studio und nannten es Parkside. Heute arbeiten am Marienplatz über hundert Entwicklerinnen, Designer und Datenleute, und was sie bauen, benutzen die Kunden von LinkedIn, Shutterstock oder Roche. Das Türschild hat inzwischen zweimal gewechselt: Seit Juni 2024 gehört das Haus zur britischen Ascent-Gruppe, die im Herbst 2025 selbst übernommen wurde und heute als Acuity Analytics auftritt. Der Standort Graz ist geblieben.
Gebaut werden digitale Produkte im Auftrag anderer Unternehmen. Eine Lernplattform, eine App fürs Bezahlen, ein Portal, über das ein Konzern seine Daten auswertet: Parkside begleitet solche Projekte von der ersten Skizze über das Interface bis zum laufenden Betrieb in der Cloud. Ein Teil der Arbeit ist Handwerk am Code, mit JavaScript, Angular oder .NET auf Azure. Der andere Teil ist die Frage, warum ein Bildschirm überhaupt so aussieht, wie er aussieht. Designerinnen und Entwickler sitzen deshalb an denselben Projekten, und wer hier anfängt, arbeitet selten nur für den heimischen Markt. Neben Auftraggebern aus dem Silicon Valley stehen Pharmakonzerne wie Roche und Novartis auf der Kundenliste, dazu Häuser aus der Region wie die Raiffeisen Bank International oder das Red Bull Media House.
Aus den vier Gründern sind über hundert Beschäftigte geworden. Zum Grazer Stammhaus kamen Büros in Wien und Linz, außerdem sitzen Kolleginnen in Basel und im portugiesischen Porto. 2024 kaufte Ascent das Unternehmen, ein 2005 gegründeter Anbieter für Daten- und KI-Projekte mit rund 550 Spezialistinnen in sieben europäischen Ländern und mehr als 170 Kunden. Ein Jahr später ging Ascent an Acuity Knowledge Partners, die vor allem Banken, Fondsgesellschaften und Versicherer mit Research, Datenmanagement und KI-Anwendungen beliefern. Firmenbuchrechtlich heißt die Grazer Gesellschaft seit Ende 2024 Ascent Digital Services AT GmbH; der Sitz am Marienplatz und die Firmenbuchnummer sind dieselben geblieben. Englisch als Projektsprache und Kolleginnen über Ländergrenzen hinweg gehören seither zum Alltag (OTS, 13.06.2024; fintech.global, 19.09.2025).
Was der Grazer Standort bietet, steht auf dem Karriereprofil des Unternehmens. Die Woche hat 38,5 Stunden, mit Gleitzeit und ohne All-in-Vertrag. Von zu Hause arbeiten ist möglich, Weiterbildung wird unterstützt, wöchentlich gibt es acht Euro Essenszuschuss, dazu Obst und Getränke im Büro. Bis zur Bahn sind es fünf Gehminuten. Im Winter fährt das Team gemeinsam Ski, im Sommer gibt es ein Fest (karriere.at, abgerufen 08.08.2026).
Die österreichische Gesellschaft führt weiterhin Christoph Platzer, der Anfang 2021 von der Regent-Lighting-Gruppe in Basel nach Graz wechselte, seit der Übernahme gemeinsam mit drei Geschäftsführern aus der Gruppe. Wie viele Menschen heute genau am Marienplatz sitzen, weist der Konzern nicht mehr getrennt aus. Gesucht wird vor allem im Daten- und Cloud-Bereich: Zuletzt schrieb die Gruppe eine Stelle als Senior Data Engineer für München und Graz aus.
Marienplatz 1
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