Makartstraße 60
4050 Traun
Österreich

In mehr als 130 Ländern stehen Maschinen, die in Traun bei Linz gebaut werden. Maschinenfabrik LASKA entwickelt und fertigt dort Kutter, Wölfe, Mischmaschinen und komplette Produktionslinien für die Lebensmittelindustrie. Darauf entstehen Wurst und Schinken, aber auch Fischprodukte, Babynahrung und pflanzliche Fleischalternativen. Das Unternehmen ist seit 1880 in Familienbesitz und wird heute in fünfter Generation geführt.
Angefangen hat es klein. Johann Laska handelte ab 1880 im Innviertel mit Naturdärmen und Fleischerbedarf, 1898 verlegte er das Geschäft nach Linz und richtete dort eine Werkstätte für Maschinenreparaturen ein. Die eigene Fertigung kam in der zweiten Generation dazu, ab 1950 gingen die ersten LASKA-Maschinen ins Ausland. 1972 baute die Familie das Werk in Traun: 8.000 Quadratmeter Produktionsfläche auf einem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück, bewusst mit Reserve zum Wachsen. Dort wird bis heute produziert.
Die Maschinen sind aus Edelstahl, langlebig und für den Dauerbetrieb ausgelegt. Zu den Kunden gehören ebenso Fleischerbetriebe mit einer Handvoll Beschäftigten wie große Lebensmittelhersteller, die ganze Linien bestellen. Für den deutschen Markt gibt es eine eigene Handelsgesellschaft in Augsburg, die seit Juni 2023 von Holger Schwenk geführt wird. Wer im technischen Kundendienst arbeitet, betreut Anlagen auf allen Kontinenten.
Die Arbeit verteilt sich auf drei Bereiche: Technik, Verkauf und die kaufmännische Seite. In der Fertigung montieren Metalltechniker Schneidsätze und Hydraulik, Mechatronikerinnen und Mechatroniker verdrahten und prüfen die Steuerungen, im Vertrieb betreuen Regionalverantwortliche Händler und Endkunden in Europa und darüber hinaus. Ausgebildet wird direkt im Haus, in Metalltechnik und in der Mechatronik. LASKA ist ein staatlich ausgezeichneter Lehrbetrieb mit Auszeichnungen aus den Jahren 2019 bis 2022 und stellt den Lehrlingen einen eigenen Betreuer zur Seite. Ab dem zweiten Lehrjahr gilt Gleitzeit, das Mittagessen in der Kantine zahlt die Firma, bei einem sehr guten Lehrabschluss auch den Führerschein. Nach Unternehmensangaben hat mehr als die Hälfte der heutigen Belegschaft hier die Lehre begonnen.
Auch für Fachkräfte gibt es gleitende Arbeitszeit, dazu bis zu zwei Homeoffice-Tage pro Woche in den dafür geeigneten Funktionen, Essenszuschuss, Bike-Leasing und Ladestationen für E-Autos am Standort. Eine offizielle Mitarbeiterzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht; Karriereplattformen ordnen den Betrieb im Bereich von rund 100 bis 500 Beschäftigten ein. Der Satz, mit dem sich LASKA auf der eigenen Karriereseite vorstellt, lautet: "Maschinen brauchen keine Wertschätzung. Menschen schon." Geschäftsführer ist seit 2020 Maximilian Laska, ein Ururenkel des Firmengründers.
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