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Österreich

Rasenmäher, Mähroboter und Akku-Motorsensen für den Weltmarkt entstehen in Langkampfen im Tiroler Unterland. Rund 900 Menschen arbeiten hier bei STIHL Tirol, dem Kompetenzzentrum der weltweiten STIHL Gruppe für bodengeführte Gartengeräte. 2025 erwirtschaftete der Standort 852,8 Millionen Euro Umsatz und damit 16 Prozent mehr als im Jahr davor.
Angefangen hat der Standort 1981 unter dem Namen VIKING als Hersteller von Gartengeräten. 1992 wurde er Teil der internationalen STIHL Gruppe. Heute entwickelt und baut STIHL Tirol alles, was am Boden arbeitet: Rasenmäher, Aufsitzmäher und Häcksler ebenso wie die iMOW Mähroboter, dazu Schaftgeräte wie Akku-Motorsensen und Hoch-Entaster. Innerhalb der Gruppe gilt das Werk als Spezialist für Akkuprodukte, und dieser Bereich wächst: Konzernweit machten Akkugeräte 2025 bereits 28 Prozent des Umsatzes aus, nach 25 Prozent im Vorjahr.
Wie ernst es dem Konzern mit Tirol ist, lässt sich an den Investitionen ablesen. 2018 entstand ein Entwicklungszentrum mit 20.000 Quadratmetern, 2022 kam eine eigene Kunststofffertigung dazu, die rund 50 zusätzliche Arbeitsplätze brachte. Im März 2026 ging eine Laser-Rohrschneidanlage in Betrieb, die Bauteile für Schaftgeräte automatisiert fertigt. Mähroboter werden auf firmeneigenen Testflächen erprobt, bevor sie in Serie gehen.
Entsprechend breit sind die Berufsbilder. In der Fertigung stehen Metall- und Kunststofftechnikerinnen an den Maschinen, ein Stück weiter planen Konstrukteure die nächste Mähergeneration, und im vollautomatischen Lager sortieren 26 Roboter rund 57.000 Behälter. Eine Aufschlüsselung der Belegschaft nach Bereichen veröffentlicht das Unternehmen nicht.
Sieben Lehrberufe bildet STIHL Tirol aus. Wer hier als Mechatronikerin oder Fertigungsmesstechniker startet, rotiert durch Abteilungen wie Instandhaltung, Werkzeugbau und Qualitätssicherung und hat einmal pro Woche Werksunterricht in der eigenen Lehrwerkstatt. Im Januar 2025 erhielt das Unternehmen erneut das Prädikat „Ausgezeichneter Tiroler Lehrbetrieb", gültig bis 2027. Auch danach hört das Lernen nicht auf: Mit dem MCI in Innsbruck laufen mehr als 20 Innovationsprojekte zu Automatisierung und Digitalisierung, Führungskräfte werden gemeinsam mit der FH Kufstein weiterentwickelt.
Im Rücken steht ein Familienunternehmen, das 1926 in Waiblingen gegründet wurde und Ende 2025 weltweit 20.246 Menschen beschäftigte. STIHL fertigt in acht Ländern und ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke der Welt. Was in Langkampfen vom Band läuft, geht über rund 40 eigene Vertriebsgesellschaften und mehr als 50.000 Fachhändler in alle Welt. Beim Rasenmäher-Test der Stiftung Warentest 2025 holte der Akku-Mäher RMA 239 C die Bestnote.
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