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Bootbau in Österreich: ein kleines Handwerk an großen Seen
Ein Binnenland ohne Meer, aber mit Bodensee, Attersee, Traunsee, Wolfgangsee, Wörthersee und Neusiedler See – und damit mit Werkstätten, die Boote bauen, reparieren, überwintern und wieder flottmachen. Die Betriebe sind klein, die Arbeit ist gemischt: Rumpfarbeiten in Holz und in glasfaserverstärktem Kunststoff, Laminieren, Spachteln, Schleifen, Lackieren, dazu Innenausbau, Beschläge, Steuerung, Motoren und zunehmend Elektroantriebe samt Batteriesystemen.
Typisch ist die Saison. Im Frühjahr drängen Auswasserung, Service und Übergabe, im Sommer laufen Reparaturen zwischen zwei Wochenenden, im Herbst kommen Kranen, Reinigung und Einlagerung, und der Winter gehört den Überholungen und Neubauten. Diese Taktung prägt Arbeitszeiten und Stellenangebote stärker als in anderen Handwerken.
Wie man hineinkommt
Ein breit angebotener eigener Ausbildungsweg fehlt in Österreich, deshalb kommen die meisten aus benachbarten Handwerken: aus der Tischlerei und der Holztechnik, aus der Kunststofftechnik, aus der Metallbearbeitung, aus der Kraftfahrzeug- oder Elektrotechnik. Ergänzt wird das im Betrieb, teils über Kurse und Ausbildungen im Ausland, wo der Bootsbau eigene Lehrgänge kennt. Sportbootführerschein und Erfahrung am Wasser schaden nie, weil Probefahrt und Übergabe zum Beruf gehören.
Offene Stellen erscheinen unregelmäßig und selten in großer Zahl. Wenn Sie es ernst meinen: Initiativbewerbung vor der Saison, mit Bildern Ihrer Arbeiten und dem Hinweis, welche Materialien Sie sicher beherrschen. Fragen Sie, wie der Betrieb zwischen Neubau und Service aufgeteilt ist und ob auch Liegeplatz, Kran und Kundenkontakt zu Ihren Aufgaben zählen. Wer vom feinen Holzbootbau träumt und in der Motorwartung landet, merkt das sonst erst im zweiten Winter. Der Umgang mit Lacken, Harzen und Lösungsmitteln gehört dazu, entsprechend ernst sollte der Betrieb Absaugung und Schutzausrüstung nehmen.
Bootbauer in Zahlen
Bootbau in Österreich: ein kleines Handwerk an großen Seen
Ein Binnenland ohne Meer, aber mit Bodensee, Attersee, Traunsee, Wolfgangsee, Wörthersee und Neusiedler See – und damit mit Werkstätten, die Boote bauen, reparieren, überwintern und wieder flottmachen. Die Betriebe sind klein, die Arbeit ist gemischt: Rumpfarbeiten in Holz und in glasfaserverstärktem Kunststoff, Laminieren, Spachteln, Schleifen, Lackieren, dazu Innenausbau, Beschläge, Steuerung, Motoren und zunehmend Elektroantriebe samt Batteriesystemen.
Typisch ist die Saison. Im Frühjahr drängen Auswasserung, Service und Übergabe, im Sommer laufen Reparaturen zwischen zwei Wochenenden, im Herbst kommen Kranen, Reinigung und Einlagerung, und der Winter gehört den Überholungen und Neubauten. Diese Taktung prägt Arbeitszeiten und Stellenangebote stärker als in anderen Handwerken.
Wie man hineinkommt
Ein breit angebotener eigener Ausbildungsweg fehlt in Österreich, deshalb kommen die meisten aus benachbarten Handwerken: aus der Tischlerei und der Holztechnik, aus der Kunststofftechnik, aus der Metallbearbeitung, aus der Kraftfahrzeug- oder Elektrotechnik. Ergänzt wird das im Betrieb, teils über Kurse und Ausbildungen im Ausland, wo der Bootsbau eigene Lehrgänge kennt. Sportbootführerschein und Erfahrung am Wasser schaden nie, weil Probefahrt und Übergabe zum Beruf gehören.
Offene Stellen erscheinen unregelmäßig und selten in großer Zahl. Wenn Sie es ernst meinen: Initiativbewerbung vor der Saison, mit Bildern Ihrer Arbeiten und dem Hinweis, welche Materialien Sie sicher beherrschen. Fragen Sie, wie der Betrieb zwischen Neubau und Service aufgeteilt ist und ob auch Liegeplatz, Kran und Kundenkontakt zu Ihren Aufgaben zählen. Wer vom feinen Holzbootbau träumt und in der Motorwartung landet, merkt das sonst erst im zweiten Winter. Der Umgang mit Lacken, Harzen und Lösungsmitteln gehört dazu, entsprechend ernst sollte der Betrieb Absaugung und Schutzausrüstung nehmen.