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Wer schon einmal an einer Baustelle vorbeigekommen ist und jemanden mit einem seltsamen orangefarbenen Gerät auf einem Stativ gesehen hat – das war mit einiger Wahrscheinlichkeit ein:e Vermessungstechniker:in bei der Arbeit. Klingt unscheinbar. Ist es aber nicht. Ohne präzise Geodaten steht kein Fundament gerade, keine Straße im richtigen Verlauf, keine Grundstücksgrenze fest. Sie erfassen die Erdoberfläche in Zahlen, übersetzen Gelände in Koordinaten und liefern damit die Grundlage, auf der Planer:innen und Baufirmen überhaupt erst loslegen können.
Der Alltag pendelt zwischen Außen- und Innendienst. Draußen: Tachymeter aufstellen, GNSS-Empfänger einmessen, Punkte absteckern, oft bei Wind und Wetter. Drinnen: Rohdaten auswerten, Lagepläne zeichnen, mit CAD- und GIS-Software Modelle bauen. Wer gern rechnet und trotzdem nicht den ganzen Tag am Schreibtisch kleben möchte, findet hier eine ungewöhnlich gute Mischung.
Wie steigen Sie ein – und wohin führt das?
Der klassische Weg ist die Lehre zum Vermessungstechniker beziehungsweise zur Vermessungstechnikerin, häufig kombiniert mit einer Tätigkeit im Ingenieurbüro. Alternativ führt eine HTL-Ausbildung im Bereich Bautechnik oder Geoinformation hinein, und wer weiter will, studiert Geodäsie oder Geoinformatik an einer Fachhochschule oder Universität. Gefragt sind ein sicherer Umgang mit Messinstrumenten, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt bis auf den Millimeter – und, ganz ehrlich, eine gewisse Freude daran, Fehler zu finden, bevor sie teuer werden.
Mit Erfahrung öffnen sich Wege in die Projektleitung, in die Spezialisierung auf Ingenieurvermessung, Laserscanning oder Deformationsmessung. Und dann gibt es noch den Ziviltechniker-Weg: die staatlich befugte Selbstständigkeit, die etwa das amtliche Vermessen von Grundstücksgrenzen erlaubt.
Wo arbeiten Sie später konkret? Bei Ingenieur- und Vermessungsbüros, bei Baufirmen und im Tiefbau, in Vermessungsämtern und Katasterbehörden, bei Energieversorgern und Netzbetreibern, zunehmend auch dort, wo mit Drohnen und 3D-Punktwolken gearbeitet wird. Die Digitalisierung hat das Feld spürbar verschoben – weg vom reinen Messen, hin zum Datenmanagement. Wer beides beherrscht, hat auf dem österreichischen Arbeitsmarkt selten ein Platzierungsproblem.
Vermessungstechniker in Zahlen
Wer schon einmal an einer Baustelle vorbeigekommen ist und jemanden mit einem seltsamen orangefarbenen Gerät auf einem Stativ gesehen hat – das war mit einiger Wahrscheinlichkeit ein:e Vermessungstechniker:in bei der Arbeit. Klingt unscheinbar. Ist es aber nicht. Ohne präzise Geodaten steht kein Fundament gerade, keine Straße im richtigen Verlauf, keine Grundstücksgrenze fest. Sie erfassen die Erdoberfläche in Zahlen, übersetzen Gelände in Koordinaten und liefern damit die Grundlage, auf der Planer:innen und Baufirmen überhaupt erst loslegen können.
Der Alltag pendelt zwischen Außen- und Innendienst. Draußen: Tachymeter aufstellen, GNSS-Empfänger einmessen, Punkte absteckern, oft bei Wind und Wetter. Drinnen: Rohdaten auswerten, Lagepläne zeichnen, mit CAD- und GIS-Software Modelle bauen. Wer gern rechnet und trotzdem nicht den ganzen Tag am Schreibtisch kleben möchte, findet hier eine ungewöhnlich gute Mischung.
Wie steigen Sie ein – und wohin führt das?
Der klassische Weg ist die Lehre zum Vermessungstechniker beziehungsweise zur Vermessungstechnikerin, häufig kombiniert mit einer Tätigkeit im Ingenieurbüro. Alternativ führt eine HTL-Ausbildung im Bereich Bautechnik oder Geoinformation hinein, und wer weiter will, studiert Geodäsie oder Geoinformatik an einer Fachhochschule oder Universität. Gefragt sind ein sicherer Umgang mit Messinstrumenten, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt bis auf den Millimeter – und, ganz ehrlich, eine gewisse Freude daran, Fehler zu finden, bevor sie teuer werden.
Mit Erfahrung öffnen sich Wege in die Projektleitung, in die Spezialisierung auf Ingenieurvermessung, Laserscanning oder Deformationsmessung. Und dann gibt es noch den Ziviltechniker-Weg: die staatlich befugte Selbstständigkeit, die etwa das amtliche Vermessen von Grundstücksgrenzen erlaubt.
Wo arbeiten Sie später konkret? Bei Ingenieur- und Vermessungsbüros, bei Baufirmen und im Tiefbau, in Vermessungsämtern und Katasterbehörden, bei Energieversorgern und Netzbetreibern, zunehmend auch dort, wo mit Drohnen und 3D-Punktwolken gearbeitet wird. Die Digitalisierung hat das Feld spürbar verschoben – weg vom reinen Messen, hin zum Datenmanagement. Wer beides beherrscht, hat auf dem österreichischen Arbeitsmarkt selten ein Platzierungsproblem.