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Was Versuchsingenieurinnen und Versuchsingenieure den ganzen Tag machen
Ein Bauteil hält. Oder eben nicht. Genau an diesem Punkt setzt Ihre Arbeit an: Sie planen Versuche, mit denen sich zeigt, wie sich Komponenten, Baugruppen oder ganze Systeme unter realen und unter absichtlich übertriebenen Bedingungen verhalten. Prüfstände aufbauen, Sensorik applizieren, Lastkollektive festlegen, Messdaten auswerten – und danach die oft unbequeme Frage beantworten, warum die Realität von der Simulation abweicht. Dauerläufe, Schwingprüfungen, Temperaturschocks, Crash. Je nach Branche sieht der Alltag völlig anders aus, der Kern bleibt: aus Messwerten belastbare Aussagen ableiten, die in die Entwicklung zurückfließen.
Reine Zahlenschieberei ist das übrigens nicht. Sie stehen zwischen Konstruktion, Simulation und Fertigung und übersetzen zwischen diesen Welten. Wenn ein Prototyp früher bricht als berechnet, sind Sie es, der herausfindet, ob das Modell falsch lag, der Werkstoff streute oder schlicht die Einspannung im Versuch nicht gepasst hat.
Einstieg, Qualifikation, mögliche Arbeitgeber
Der klassische Weg führt über ein Studium des Maschinenbaus, der Mechatronik, der Fahrzeugtechnik oder verwandter Richtungen – an einer Universität oder FH. Wichtiger als der Abschluss auf dem Papier ist häufig, dass Sie Messtechnik nicht nur aus der Vorlesung kennen. Erste Praxis aus Werkstudententätigkeit oder Bachelorarbeit im Prüffeld hilft enorm. Was sonst gefragt ist? Sicherer Umgang mit Messdatenerfassung und Auswertesoftware, ein Gespür für Statistik, Grundkenntnisse in FEM, dazu Englisch und die Bereitschaft, sich schmutzige Hände zu machen.
Sorgfalt schlägt hier Tempo. Ein falsch kalibrierter Aufnehmer, und die schönste Auswertung ist wertlos.
Arbeitgeber finden Sie in Österreich quer durch die Industrie: Automobil- und Zulieferbetriebe, Bahn- und Antriebstechnik, Luftfahrt, Anlagen- und Maschinenbau, Medizintechnik. Dazu Prüf- und Forschungsinstitute sowie technische Dienstleister, die Versuchskapazität für andere bereitstellen. Wer sich weiterentwickeln möchte, wächst oft in die Versuchsplanung, Teamleitung im Prüffeld oder Richtung Validierung und Systemabsicherung hinein – manche wechseln später ganz auf die Berechnungsseite. Der Übergang ist fließender, als viele zu Studienbeginn denken.
Versuchsingenieur in Zahlen
Was Versuchsingenieurinnen und Versuchsingenieure den ganzen Tag machen
Ein Bauteil hält. Oder eben nicht. Genau an diesem Punkt setzt Ihre Arbeit an: Sie planen Versuche, mit denen sich zeigt, wie sich Komponenten, Baugruppen oder ganze Systeme unter realen und unter absichtlich übertriebenen Bedingungen verhalten. Prüfstände aufbauen, Sensorik applizieren, Lastkollektive festlegen, Messdaten auswerten – und danach die oft unbequeme Frage beantworten, warum die Realität von der Simulation abweicht. Dauerläufe, Schwingprüfungen, Temperaturschocks, Crash. Je nach Branche sieht der Alltag völlig anders aus, der Kern bleibt: aus Messwerten belastbare Aussagen ableiten, die in die Entwicklung zurückfließen.
Reine Zahlenschieberei ist das übrigens nicht. Sie stehen zwischen Konstruktion, Simulation und Fertigung und übersetzen zwischen diesen Welten. Wenn ein Prototyp früher bricht als berechnet, sind Sie es, der herausfindet, ob das Modell falsch lag, der Werkstoff streute oder schlicht die Einspannung im Versuch nicht gepasst hat.
Einstieg, Qualifikation, mögliche Arbeitgeber
Der klassische Weg führt über ein Studium des Maschinenbaus, der Mechatronik, der Fahrzeugtechnik oder verwandter Richtungen – an einer Universität oder FH. Wichtiger als der Abschluss auf dem Papier ist häufig, dass Sie Messtechnik nicht nur aus der Vorlesung kennen. Erste Praxis aus Werkstudententätigkeit oder Bachelorarbeit im Prüffeld hilft enorm. Was sonst gefragt ist? Sicherer Umgang mit Messdatenerfassung und Auswertesoftware, ein Gespür für Statistik, Grundkenntnisse in FEM, dazu Englisch und die Bereitschaft, sich schmutzige Hände zu machen.
Sorgfalt schlägt hier Tempo. Ein falsch kalibrierter Aufnehmer, und die schönste Auswertung ist wertlos.
Arbeitgeber finden Sie in Österreich quer durch die Industrie: Automobil- und Zulieferbetriebe, Bahn- und Antriebstechnik, Luftfahrt, Anlagen- und Maschinenbau, Medizintechnik. Dazu Prüf- und Forschungsinstitute sowie technische Dienstleister, die Versuchskapazität für andere bereitstellen. Wer sich weiterentwickeln möchte, wächst oft in die Versuchsplanung, Teamleitung im Prüffeld oder Richtung Validierung und Systemabsicherung hinein – manche wechseln später ganz auf die Berechnungsseite. Der Übergang ist fließender, als viele zu Studienbeginn denken.