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In Raaba-Grambach bei Graz entsteht Software, mit der Fluglotsinnen und Fluglotsen den Verkehr auf Rollwegen und Pisten im Blick behalten. ADB Safegate Austria GmbH entwickelt hier Systeme für Kontrolltürme, die an Flughäfen wie Wien, Hamburg und Genf laufen. Rund 85 Menschen arbeiten am Standort. Im Rücken haben sie eine Gruppe mit über 1.400 Beschäftigten, deren Technik an mehr als 2.700 Flughäfen in über 175 Ländern im Einsatz ist.
Begonnen hat der Standort im Jahr 2001, damals unter dem Namen AviBit und als Ausgründung aus dem Umfeld der TU Graz. Heute gehört das Unternehmen zur internationalen ADB SAFEGATE Gruppe mit Sitz in Belgien, die nach eigenen Angaben seit den 1920er-Jahren an Flughäfen arbeitet. Was die Grazer beisteuern, ist der digitale Arbeitsplatz im Tower. Das System ACEMAX zeigt Lotsinnen und Lotsen in Echtzeit, wo Flugzeuge und Fahrzeuge am Boden unterwegs sind, und mit elektronischen Flugstreifen ersetzen Flughäfen die früher üblichen Papierstreifen am Lotsenplatz. Beides steckt heute in der konzernweiten Plattform OneControl, mit der zuletzt unter anderem Hamburg und Genf ausgerüstet wurden.
Diese Software darf nicht ausfallen. Das prägt die Arbeit und auch die Belegschaft: In einem Interview mit wirtschaftsforum.de nennt die Geschäftsführung einen Ingenieursanteil von rund 90 Prozent, und im Haus arbeiten Piloten und ehemalige Fluglotsen mit, damit die Entwicklung den Betrieb am Flughafen aus erster Hand kennt. Ausgeschrieben werden am Standort vor allem Stellen in der Softwareentwicklung und im System Engineering, dazu Testrollen im agilen Umfeld. Wer hier einsteigt, sieht das eigene Produkt später im Kontrollturm stehen.
Der Alltag ist international. Zu den Kunden zählen Flugsicherungen und Flughafenbetreiber von Österreich über Deutschland bis Portugal, in der Gruppe arbeiten Menschen aus knapp 50 Nationen in mehr als 25 Ländern, und für Weiterbildung unterhält der Konzern eine eigene Training Academy. Die Stellenanzeigen des Unternehmens nennen Gleitzeit, Homeoffice-Möglichkeit und Parkplätze am Standort. Die genaue Beschäftigtenzahl in Raaba-Grambach veröffentlicht das Unternehmen selbst nicht; das WKO-Firmenverzeichnis nennt rund 85 Personen (abgerufen im August 2026). Woran gerade gearbeitet wird, lässt sich am Projekt Follow the Greens ablesen: Flugzeuge folgen am Boden einer Kette grüner Lichter statt gesprochener Funkanweisungen.
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