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Wände, Decken und ganze Fassaden entstehen bei Trepka nicht auf der Baustelle, sondern in den eigenen Hallen in Ober-Grafendorf. Erst fertig gegossen fahren sie per Lkw zum Bauplatz und werden dort eingehoben. Rund 250 Menschen arbeiten in dem niederösterreichischen Familienunternehmen, das 1920 als Maurermeisterbetrieb begann und heute in vierter Generation geführt wird. Zum Betrieb gehören außerdem eine eigene Bauschlosserei und ein Bereich für Energiebauten.
Trepka tritt als Baumeister und Generalunternehmer auf und begleitet Projekte von der Planung bis zur Übergabe. Der Schwerpunkt liegt seit Jahrzehnten auf vorgefertigten Betonbauteilen. In der Fertigung entstehen Bauteile für Hallen- und Industriebauten, Sichtbetonfassaden mit sandgestrahlter, eingefärbter oder säuregewaschener Oberfläche und Sonderteile, die es sonst kaum von der Stange gibt: Brückenwaagen etwa oder Weinpressen. Zu den Referenzen zählen die Therme Laa und ein Produktionsgebäude von Constantia Teich, gebaut wird im Raum zwischen Wien und Graz. Wer vorfertigt, arbeitet witterungsunabhängiger und kann Qualität in der Halle prüfen, bevor etwas auf die Baustelle kommt. Genau das ist hier das Geschäftsmodell.
Entsprechend breit sind die Berufsbilder. Schaler bauen die Formen, in denen die Fertigteile entstehen, Poliere und Vizepoliere führen die Partien auf der Baustelle, Bautechniker und Projektleiter kalkulieren und planen im Haus. Dazu kommen Schlosser und Elektrotechniker, denn Metallbau und Elektrotechnik sind eigene Gewerbe des Unternehmens und keine zugekaufte Leistung. Auch Vertrieb und kaufmännische Verwaltung sitzen am Standort. Ein Wechsel zwischen den Abteilungen ist laut Karriereseite ausdrücklich vorgesehen.
Die Geschäftsführung liegt bei Georg Wieder und Martina Faukal, die den Betrieb gemeinsam mit Cornelia Wieder als vierte Generation der Eigentümerfamilie übernommen haben. Ein Familienbetrieb dieser Größe bedeutet in der Praxis überschaubare Wege zur Entscheidung, und das Unternehmen beschreibt seine Kultur selbst mit flachen Hierarchien. Ausgebildet wird konsequent im eigenen Haus: 2022 lernten 14 Lehrlinge bei Trepka, eine aktuellere Zahl veröffentlicht das Unternehmen nicht. Die Qualitätssicherung ist nach EN ISO 9001 zertifiziert. Gefertigt wird nach wie vor an der Schulstraße in Ober-Grafendorf, dort, wo Alfred Trepka vor über hundert Jahren seinen Maurermeisterbetrieb eröffnet hat.
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Facharbeiter für Schlosser-, Metalltechnik- und Schweißarbeiten im Metallbau.
Projektleiter / Bautechniker Technikgebäude für die Realisierung individueller Kundenanforderungen in der Fertigteilbranche.
