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7100 Neusiedl am See
Österreich

1984 baute Aloys Wobben in Aurich mit drei Mitarbeitern seine erste Windkraftanlage. Daraus ist einer der großen Namen der Branche geworden. Heute arbeiten mehr als 13.000 Menschen für ENERCON, gut die Hälfte davon in Deutschland. Den deutschen Markt für Windenergie führt das Unternehmen seit Mitte der Neunziger an.
Das Geschäft ist schnell erklärt. ENERCON baut Windturbinen an Land und betreut sie über ihre gesamte Laufzeit, oft zwanzig Jahre und länger. Ein technisches Detail prägt die Firma bis heute: Ihre Anlagen laufen ohne Getriebe, der Generator treibt direkt an. Das gilt als wartungsärmer und hat ENERCON früh von vielen Wettbewerbern abgehoben. Bis Ende 2017 drehten sich weltweit über 26.300 Anlagen des Herstellers, zusammen mehr als 43 Gigawatt Leistung.
Vieles entsteht im eigenen Haus. Rotorblätter und Generatoren werden in Aurich, Emden und Magdeburg gefertigt, dazu kommen Werke im Ausland. In den Hallen arbeiten Menschen an Rotorblättern und Stahlbauteilen, draußen steigen Servicetechnikerinnen und -techniker in die Gondeln der Anlagen, und in den Auricher Büros tüfteln Ingenieurinnen und Ingenieure an der nächsten Generation. Daneben sorgen kaufmännische Teams und Logistik dafür, dass der Betrieb läuft. Ausgebildet wird im Haus, gewerblich wie kaufmännisch.
Die Arbeit reicht weit über Ostfriesland hinaus. In mehr als 50 Ländern verkauft, errichtet und wartet das Unternehmen seine Anlagen, von Portugal bis Vietnam. Börsennotiert ist ENERCON nicht. Eigentümerin ist letztlich die Aloys-Wobben-Stiftung, und der Firmensitz ist seit 1984 Aurich geblieben.
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