


Man kann Schall hören – oder ihn mit einem Laserstrahl sichtbar machen. Genau das tut XARION Laser Acoustics. Das Wiener Unternehmen hat das erste membranfreie optische Mikrofon entwickelt: ein Sensor, der Ton nicht über eine schwingende Membran misst, sondern darüber, wie Schall die Geschwindigkeit von Licht verändert. Aus dieser Physik ist ein Geschäft geworden, das heute Industrieanlagen prüft.
Gegründet wurde XARION 2012 als Ausgründung rund um die Photonik-Forschung der TU Wien; Firmensitz ist die Ghegastraße 3 im dritten Wiener Bezirk. Heute liegt der Schwerpunkt auf berührungsloser Ultraschallprüfung. Klassische Ultraschalltests brauchen ein Koppelmittel wie Wasser oder Gel zwischen Sensor und Bauteil. XARIONs laserbasierte Sensoren kommen ohne aus und lassen sich direkt in Fertigungslinien einbauen. Geprüft werden damit zum Beispiel Batteriezellen, Klebeverbindungen, Verbundwerkstoffe und Mikroelektronik – Stellen, an denen ein unentdeckter Fehler teuer oder gefährlich wird. Die Technik hat früh Anerkennung gefunden. 2016 erhielt das Sensorprinzip den Berthold-Leibinger-Innovationspreis, eine der angesehensten Auszeichnungen der Laserphysik. Dem wissenschaftlichen Beirat steht der Physik-Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch vor. Zu den Investoren zählen Trumpf Venture und die US-Technologieförderung In-Q-Tel. Wer hier arbeitet, sitzt an einem kleinen Standort mit einem Team von wenigen Dutzend Menschen; LinkedIn führt die Firma in der Größenordnung 11 bis 50 Beschäftigte (abgerufen Juli 2026). Physikerinnen, Ingenieure und Softwareentwickler arbeiten eng zusammen, dazu kommen Aufgaben in Vertrieb und Marketing. Geführt wird das Unternehmen von Gründer Balthasar Fischer, der in Wien in Laserphysik promoviert hat und daneben einen Tonmeister-Abschluss besitzt. Es ist ein technisch tiefes, forschungsnahes Umfeld – eine österreichische Entwicklung, die in automatisierten Fertigungen weltweit zum Einsatz kommt.
Ghegastraße 3
1030 Wien
Österreich