Stattersdorfer Hauptstraße 56
3100 St. Pölten
Österreich

Die öGIG bringt Glasfaser dorthin, wo schnelles Internet bisher fehlt: in ländliche Gemeinden und an Ortsränder, die beim Breitbandausbau lange außen vor blieben. Die Österreichische Glasfaser-Infrastrukturgesellschaft plant, baut, finanziert und betreibt ihre Netze selbst, von der ersten Grabung bis zum laufenden Betrieb. Dahinter steht die Allianz Gruppe mit einer Zusage von einer Milliarde Euro Eigenkapital. Bis 2030 soll eine Million Haushalte angeschlossen sein.
Glasfaser bis ins Haus, kein Kupfer, keine Funkbrücke: Das ist das Produkt, das die öGIG seit 2019 in Österreich verlegt. Vermarktet wird es unter der Marke öFIBER. Anders als klassische Anbieter verkauft die öGIG aber keine Internet-Verträge an Endkunden, sondern stellt ihr Netz allen offen. Über zwanzig Internet-Anbieter speisen ihre Tarife darüber ein, und die Haushalte suchen sich aus, mit wem sie surfen wollen. Ein Netz, viele Anbieter. Das erspart jeder Gemeinde den Wildwuchs konkurrierender Leitungen.
Gebaut wird im ganzen Land. In Graz gräbt die öGIG seit dem Frühjahr 2024, im Südburgenland setzte sie Spatenstiche, und in vielen kleineren Orten läuft der Ausbau Straße für Straße. Den Gemeinden entstehen dabei keine Kosten. Das Kapital kommt von der Allianz Gruppe, der die öGIG zu hundert Prozent gehört. Eine Milliarde Euro Eigenkapital hat der Konzern 2021 zugesagt, das Gesamtinvestitionsvolumen beziffert die öGIG auf 2,5 Milliarden Euro. Wer hier arbeitet, baut an einem Vorhaben, das auf Jahre angelegt und solide finanziert ist.
Der Hauptsitz liegt in Wien, in der Grünbergstraße. Von dort steuert das Unternehmen den bundesweiten Ausbau, geführt von Alfred Pufitsch und Hartwig Tauber. Wie unterschiedlich die Arbeit ausfällt, zeigt schon ein Blick auf die offenen Stellen. Im Technik-Bereich planen und koordinieren Projekt- und Prozessmanager:innen die Verlegung, im Finance-Team rechnet ein Senior Controller, und Solution Architects entwerfen, wie das Netz technisch aufgebaut wird. Flexible Arbeitszeiten und ein hybrides Modell gehören dazu. Wie viele Menschen insgesamt für die öGIG arbeiten, macht das Unternehmen öffentlich nicht zum Thema; die ausgeschriebenen Stellen sitzen derzeit in Wien.
Was die Arbeit prägt, ist der Zweck dahinter. Glasfaser kommt zuerst dorthin, wo der Markt sie lange ausgespart hat. Eine Million Haushalte bis 2030, das ist die Messlatte.
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