Favoritenstraße 7/2
1040 Wien
Österreich

In Kodersdorf in Sachsen laufen jedes Jahr rund eine Million Kubikmeter Rundholz durch das Sägewerk der HS Timber Group. Ähnliche Werke betreibt die Gruppe in Rumänien, Finnland, Lettland und Argentinien, gesteuert wird das Ganze von Wien aus. Rund 3.000 Menschen arbeiten für das Unternehmen. Die Familie dahinter, die Schweighofers, betreibt seit 1956 Sägewerke.
Am Anfang steht der Baumstamm. Am Ende stehen Bauholz für den Rohbau, Tischlerplatten für den Möbelbau oder Betonschalungsplatten, mit denen auf Baustellen Beton in Form gebracht wird; was beim Sägen übrig bleibt, presst das Unternehmen zu Pellets. Gekauft wird das von gewerblichen und industriellen Kunden in rund 80 Ländern. Für 2022 wies das Unternehmen im Holzgeschäft etwa 1,17 Milliarden Euro Umsatz aus, aktuellere Konzernzahlen sind öffentlich nicht abrufbar.
Mit rund 2,35 Millionen Kubikmetern Schnittholz im Jahr gehört HS Timber nach einer Erhebung des Holzkurier vom Jänner 2025 zu den fünf größten Nadelschnittholzproduzenten Europas. Und die Gruppe wächst weiter. 2025 kamen mit Vika Wood und Kurekss zwei lettische Sägewerke dazu, die Übernahme von Kurekss und seinen rund 150 Beschäftigten wurde Ende Oktober 2025 abgeschlossen. Wer in der Zentrale arbeitet, hat deshalb täglich mit Werken in mehreren Ländern und Zeitzonen zu tun.
Eigentümerin ist die Evergreen Privatstiftung, die die Familie Schweighofer 1997 errichtet hat. Bis 2019 firmierte das Unternehmen als Holzindustrie Schweighofer. Der Ausgangspunkt war klein: 1956 übernahmen Franz und Maria Schweighofer ein Sägewerk in Niederösterreich, daraus wurde über Jahrzehnte eine Gruppe mit Produktion in sechs Ländern.
In der Wiener Zentrale in der Favoritenstraße sitzen die kaufmännischen Funktionen, etwa die Absatz- und Produktionsplanung für die Werke. Für eine solche Position als Sales & Operations Planning Manager nannte das Unternehmen zuletzt ein Mindestgehalt von 35.490 Euro brutto im Jahr, dazu Gleitzeit ohne Kernzeit, einen Essenszuschuss und einen Zuschuss zum Öffi-Ticket; das Büro liegt wenige Minuten von der U1-Station Taubstummengasse. In den Werken sieht der Arbeitstag anders aus. In Kodersdorf arbeiten mehrere hundert Menschen an den Sägelinien, in der Weiterverarbeitung und in der Instandhaltung, und ausgebildet wird dort im eigenen Haus: Junge Leute lernen etwa Holzbearbeitungsmechaniker oder Elektroniker für Betriebstechnik, direkt an den Anlagen. Offene Stellen und Ausbildungsplätze laufen über das Karriereportal career.hs.at.
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