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1230 Wien
Österreich

Rund 1,3 Millionen Quadratmeter Fliesen verlegen die Betriebe der hfw-group Jahr für Jahr. Das sind etwa 200 Fußballfelder. Dahinter stehen mehr als 630 Menschen an neun Standorten in Österreich und Bayern, auf den Baustellen ebenso wie in der Arbeitsvorbereitung und in der gruppeneigenen IT. Zusammengefunden haben die Firmen 2021 unter einem Leitsatz, den die Gruppe bis heute führt: better together.
Die hfw-group GmbH mit Sitz in Wien-Liesing ist das Dach über elf Unternehmen. Den Kern bilden die Fliesenlegerbetriebe, aus deren Anfangsbuchstaben der Name entstanden ist: HB Fliesen, Fuchsberger und Fliesen Wurm. Ihre drei Eigentümer, Reinhard Hirtl, Franz Fuchsberger und Andreas Wurm, führen die Gruppe seit der Gründung gemeinsam als Geschäftsführer. Dazugekommen sind seither weitere Keramikbetriebe, darunter Trixner und KEOB, sowie eine Gesellschaft in Deutschland. Gearbeitet wird von Mauthausen und Amstetten über Hallein und Kirchbichl bis Klagenfurt und ins bayerische Feldkirchen. Wie sich die Belegschaft auf die einzelnen Standorte verteilt, weist die Gruppe nicht aus.
Die Arbeit beginnt lange vor der ersten Fliese. Untergrund vorbereiten, im Innen- und Außenbereich abdichten, entkoppeln, entwässern: Das sind die Schritte, an denen sich entscheidet, ob ein Bad in zwanzig Jahren noch dicht ist. Verlegt wird für gewerbliche Bauprojekte genauso wie für private Wohnbauten. Neben der Keramik hat die Gruppe drei weitere Bereiche aufgebaut. Firstkraft entwickelt Solardachsysteme, digu | digital unlimited GmbH schreibt Software für die eigene Baustellenorganisation und betreibt die App DIGI the Butler, und die hfw Immo GmbH verwaltet die Liegenschaften. Wer sich für Handwerk interessiert, muss die Branche hier also nicht wechseln, um in die Energietechnik oder in die IT zu kommen.
Das prägt auch, wen die Gruppe sucht. Gefragt sind Fliesenleger und Vorarbeiter auf der Baustelle, dazu Bauleitung, Kalkulation, Buchhaltung und Softwareentwicklung in den Büros. Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sind ausdrücklich willkommen, entscheidend ist für das Unternehmen der Einsatz im übernommenen Aufgabenbereich. Ausbildung nimmt die Gruppe selbst in die Hand: 27 Lehrlinge sind derzeit im Haus, 25 davon auf den Baustellen, zwei im Büro. Die Karriereseite nennt flexible Arbeitszeiten, Firmenparkplätze bei guter Öffi-Anbindung, einen Zuschuss zum Mittagessen und regelmäßige Mitarbeiterevents; die Gruppe beschreibt ihre Struktur als flach mit kurzen Entscheidungswegen.
Digitalisierung versteht das Unternehmen dabei nicht als Ersatz für Handarbeit, sondern als Erweiterung dessen, was Menschen leisten können. Sichtbar wird das an Kleinigkeiten des Arbeitsalltags. Für die Fahrten zwischen den Baustellen sind rund 280 Fahrzeuge unterwegs, etwa 35 davon elektrisch.
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