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Senior Scientist

An der Akademie der bildenden Künste Wien gelangt folgende Stelle zur Ausschreibung:

Senior Scientist

am Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst (INTK) im Beschäftigungsausmaß von 35 Wochenstunden zum ehestmöglichen Zeitpunkt.

Arbeitsschwerpunkt des Instituts für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst (INTK) ist die materialwissenschaftliche Untersuchung historischer und rezenter Kunst. Die Methodik des INTK umfasst strahlentechnische, spektroskopische und massenspektrometrische Verfahren, insbesondere Röntgenradiographie, Röntgenfluoreszenzanalyse, Raman- und FTIR-Spektroskopie sowie GC/MS und Pyrolyse-GC/MS. Weitere Schwerpunkte liegen auf mikrobiologischen und molekularbiologischen Untersuchungen von Kunst- und Kulturgütern.

Das INTK arbeitet in interdisziplinären Forschungs- und Analyseprojekten mit nationalen und internationalen Museen, Sammlungen, Archiven, Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie weiteren Institutionen des Kunst- und Kulturbereichs zusammen.

Der Schwerpunkt der ausgeschriebenen Stelle liegt auf der Anwendung chemisch-physikalischer Analyseverfahren, insbesondere GC/MS und Pyrolyse-GC/MS, zur Untersuchung von Materialien historischer, moderner und zeitgenössischer Kunst. Dazu zählen natürliche und synthetische organische Materialien sowie polymere und hybride Werkstoffe, die in Kunstwerken oder in der Konservierung-Restaurierung eingesetzt werden. Von besonderer Bedeutung sind die Identifizierung der Materialien und die Untersuchung ihrer Veränderungs-, Alterungs- und Abbauprozesse.

Aufgabenbereiche

  • wissenschaftliche Mitarbeit am INTK
  • selbstständige Durchführung materialwissenschaftlicher Untersuchungen an Kunst- und Kulturgütern mit Schwerpunkt GC/MS und Pyrolyse-GC/MS
  • Identifizierung und Charakterisierung organischer Materialien und polymerer Werkstoffe der modernen und zeitgenössischen Kunst, Untersuchung von Kunststoffen, Bindemitteln, Beschichtungen, Lacken, Klebstoffen und Konservierungs- und Restaurierungsmaterialien
  • Untersuchung von Alterungs-, Abbau- und Veränderungsprozessen kunsttechnologisch relevanter Materialien
  • Entwicklung und Anpassung analytischer Methoden für kleinste Probenmengen von Kunst- und Kulturgütern
  • Betreuung, Wartung und Qualitätssicherung der GC/MS- und Py-GC/MS-Infrastruktur
  • Zusammenarbeit mit Restaurator_innen, Künstler_innen, Kunsthistoriker_innen und Naturwissenschaftler_innen
  • Mitarbeit bei nationalen und internationalen Forschungsprojekten des INTK
  • Mitwirkung bei der Beantragung und Durchführung von Drittmittelprojekten
  • Publikation und Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse auf nationalem und internationalem Niveau
  • Mitarbeit in der Lehre sowie selbstständige Lehre am INTK im Ausmaß von max. 4 Semesterwochenstunden

Anstellungsvoraussetzungen

  • abgeschlossenes Diplom- oder Masterstudium in Chemie, analytischer Chemie, Materialwissenschaften, Conservation Science mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt oder einem vergleichbaren Fachgebiet
  • theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich aktueller chromatografischer Analyseverfahren, insbesondere Gaschromatographie und Massenspektrometrie
  • Erfahrung in der Durchführung und Auswertung von GC/MS- oder Py-GC/MS-Analysen
  • chemische Kenntnisse organischer Materialien und polymerer Werkstoffe
  • Interesse an materialwissenschaftlichen Fragestellungen der modernen und zeitgenössischen Kunst sowie der Konservierung-Restaurierung
  • Fähigkeit zur selbstständigen Planung, Durchführung und Dokumentation analytischer Untersuchungen
  • Nachweis der Abhaltung von Lehrveranstaltungen im tertiären Bereich
  • sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift; weitere Sprachkenntnisse von Vorteil
  • Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • fundierte Kenntnisse in MS Office-Anwendungen
  • diskriminierungskritisches Grundverständnis sowie die Bereitschaft sich dahingehend fortzubilden

Gewünschte Qualifikationen

  • Erfahrung in der Analyse von Materialien aus Kunst, Konservierung-Restaurierung oder Kulturerbe
  • Kenntnisse in der Analyse flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) von Vorteil
  • Erfahrung mit ergänzenden analytischen Methoden, beispielsweise RFA, FTIR- oder Raman-Spektroskopie
  • Erfahrung in der Betreuung und Wartung analytischer Geräte
  • Erfahrung in der Mitarbeit an Forschungsprojekten
  • wissenschaftliche Publikations- und/oder Vortragstätigkeit
  • organisatorisches Talent
  • strukturierte, selbstständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise

Der monatliche Bruttobezug nach dem Kollektivvertrag für die Arbeitnehmer_innen der Universitäten in der Gehaltsgruppe B1 beträgt derzeit Euro 3.304,10 bei einem Beschäftigungsausmaß von 35 Wochenstunden.

Interessent_innen bewerben sich bitte unter Beilage von Motivationsschreiben, Lebenslauf sowie relevanten Zeugnissen bis 15.10.2026 unter: www.akbild.ac.at/jobs

Die Akademie der bildenden Künste Wien bekennt sich zu einem chancengerechten Lern-, Lehr-, Forschungs- und Arbeitsumfeld und wirkt auf den Abbau von Diskriminierungen und strukturellen Barrieren hin. Daher begrüßt die Akademie ausdrücklich die Bewerbung von qualifizierten Personen, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ethnischen Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung oder ihres Alters strukturell benachteiligt sind.

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Im Haus am Schillerplatz hängt das Weltgerichts-Triptychon von Hieronymus Bosch. Ein paar Türen weiter stehen Studierende an der Radierpresse, im Labor nebenan bestimmen Restaurator_innen Pigmente. Beides gehört zur Akademie der bildenden Künste Wien, gegründet 1692. Ende 2024 arbeiteten hier 567 Menschen.

Die Akademie ist eine der 23 öffentlichen Universitäten Österreichs und die älteste Kunsthochschule des Landes. Sechs Institute tragen die Lehre. Am Institut für Kunst und Architektur entwerfen angehende Architekt_innen ihre ersten Bauten, am Institut für Konservierung-Restaurierung lernen Studierende, Wandmalerei und historische Bücher zu sichern. Dazu kommt ein eigenes Institut für Naturwissenschaften und Technologie in der Kunst, in dem chemische Analyse und künstlerische Praxis am selben Objekt zusammenkommen.

Im Wintersemester 2024 waren 1.711 Studierende inskribiert. 45 Prozent von ihnen haben einen österreichischen Pass, 33 Prozent kommen aus anderen EU-Ländern, 21 Prozent aus Drittstaaten. Beim Personal sieht es ähnlich aus: Von den sechs Professuren, die 2024 neu besetzt wurden, kamen fünf aus dem Ausland. Wer hier anfängt, hört im Stiegenhaus mehr als eine Sprache.

Von den 567 Beschäftigten des Jahres 2024 zählen 393 zum künstlerisch-wissenschaftlichen Personal und 175 zum allgemeinen Personal, gemessen an Vollzeitäquivalenten sind das 344,7 Stellen. Zwei Drittel der Belegschaft sind Frauen. Gebraucht werden längst nicht nur Lehrende. In den Werkstätten für Druckgrafik, Metall und Fotografie betreuen technische Mitarbeiter_innen die Geräte, in Universitätsbibliothek und Archiv arbeiten Fachleute an Beständen, die teils Jahrhunderte zurückreichen, und in der Verwaltung sitzen Kolleg_innen für Finanzen, Personal und Qualitätsentwicklung.

Weiterbildung ist an der Akademie kein Versprechen, sondern ein laufendes Programm. Englischkurse auf mehreren Niveaustufen sind für Beschäftigte seit Jahren kostenlos, das Cambridge Certificate lässt sich am British Council in Wien ablegen, Spanisch und Arabisch werden ausgebaut. Einmal im Jahr läuft ein Gebärdensprachkurs, der laut Leistungsbericht zu den beliebtesten Angeboten im Haus gehört. Für den künstlerisch-wissenschaftlichen Mittelbau richtet die Akademie zusätzliche Qualifizierungsstellen ein; eine davon entstand 2024 am Institut für Konservierung-Restaurierung für den Schwerpunkt Wandmalerei. Ein Karriereentwicklungsprogramm für künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiter_innen wurde aufgesetzt und wird fortgeführt. Zu Zusatzleistungen jenseits dieser Angebote veröffentlicht die Akademie nichts.

Gearbeitet wird an fünf Standorten in der Wiener Innenstadt und ihren angrenzenden Bezirken. Das Hauptgebäude am Schillerplatz errichtete Theophil Hansen zwischen 1872 und 1876, die großen Ateliers liegen im Atelierhaus in der Lehárgasse, weitere Räume in der Kurzbauergasse, der Karl-Schweighofer-Gasse und der Kelsenstraße. Zur Universität gehören auch die Kunstsammlungen mit rund 1.200 Gemälden, über 100.000 Werken auf Papier und etwa 450 Gipsabgüssen. Die Gemäldegalerie am Schillerplatz ist täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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