Technische*r Mitarbeiter*in für bodenkundliche Feldforschung

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Technische*r Mitarbeiter*in für bodenkundliche Feldforschung

Am Department für Ökosystemmanagement, Klima und Biodiversität, Institut für Bodenforschung kommt es zur Besetzung einer Stelle als Technische*r Mitarbeiter*in für bodenkundliche Feldforschung. Referenznummer 166.

Beschäftigungsausmaß: 30 Wochenstunden. Dauer des Dienstverhältnisses: ab 01.01.2027, unbefristet.

Einstufung: Univ.-KV, Verwendungsgruppe IIIa. Bruttomonatsgehalt: abhängig von der anrechenbaren Vorerfahrung mindestens EUR 2.114,40, 14-mal jährlich.

Aufgaben

  • Technische Vorbereitung, Organisation und Durchführung bodenkundlicher und bodenökologischer Feldarbeiten in Agrar-, Wald-, Grünland- und renaturierten Ökosystemen.
  • Unterstützung bei der Anlage, technischen Betreuung und Beprobung von Feldversuchen, Langzeitexperimenten, Living Labs und Monitoringstandorten.
  • Durchführung standardisierter Bodenaufnahmen und Probenahmen, Mithilfe bei Profilansprachen, Horizontbeprobungen, Mischprobenahme sowie Entnahme ungestörter Bodenproben.
  • Erhebung standortbezogener Parameter im Feld sowie Unterstützung bei der Beschreibung von Bodenentwicklung, Bodenfunktionen und Bodenzustand.
  • Standardisierte Entnahme, Kennzeichnung, Konservierung, Lagerung und Aufbereitung von Boden-, Rhizosphären-, Pflanzen- und weiteren Umweltproben für chemische, physikalische, mikrobiologische und molekularbiologische Analysen.
  • Sicherstellung kontaminationsarmer Probenahme, geeigneter Kühlketten und lückenloser Probendokumentation.
  • Aufbau, Installation, Betrieb, Kalibrierung, Wartung und Funktionskontrolle von Feldmessgeräten, Sensoren, Datenloggern und Monitoringinfrastrukturen.
  • Mitwirkung bei Messungen biogener Gasflüsse sowie bei weiteren prozessbezogenen Feld- und Labormessungen.
  • Durchführung grundlegender Arbeiten zur Probenvorbereitung und Bodenanalytik.
  • Organisation und Verwaltung von Feldgeräten, Verbrauchsmaterialien, Probenlagern und technischer Versuchsausstattung einschließlich Beschaffung, Inventarisierung und Dokumentation.
  • Digitale Erfassung, strukturierte Ablage und Qualitätssicherung von Proben-, Standort-, Geräte- und Messdaten nach institutsinternen Standards und unter Berücksichtigung der FAIR-Prinzipien.
  • Unterstützung bei Arbeitsanweisungen, Probenahmeprotokollen, Sicherheitskonzepten und Qualitätssicherungsmaßnahmen im Labor und im Feld.
  • Koordination praktischer Abläufe bei Feldkampagnen einschließlich Transport, Terminplanung, Materialvorbereitung und Abstimmung mit Projektpartner*innen, Flächenbewirtschafter*innen und lokalen Stakeholder*innen.
  • Technische Unterstützung von Forschungsprojekten sowie von bodenkundlichen und bodenökologischen Lehrveranstaltungen, Feldkursen und Exkursionen.
  • Fachliche Einschulung und praktische Anleitung von Studierenden, Projektmitarbeiter*innen, wissenschaftlichen Gästen und weiteren Nutzer*innen.

Erwünschte Qualifikationen

  • Matura oder gleichwertiger Abschluss.
  • Sehr gute Deutschkenntnisse auf mindestens Niveau C2 sowie Englischkenntnisse auf mindestens Niveau B2.
  • Praktische Erfahrung mit Feldarbeiten, zum Beispiel in Bodenkunde, Agrarökologie, Botanik oder ähnlichen Bereichen.
  • Handwerkliches und technisches Geschick sowie Bereitschaft zur selbstständigen Einarbeitung in neue Messgeräte, Sensorsysteme und technische Fragestellungen.
  • Erfahrung in der selbstständigen Organisation und Durchführung von Feldarbeiten mit strukturierter Probenlogistik.
  • Sicherer Umgang mit Office-Anwendungen und Erfahrung mit strukturierter digitaler Erfassung und Verwaltung von Mess-, Standort- und Probendaten.
  • Bereitschaft zu regelmäßigen Feldaufenthalten sowie zur Arbeit im Freien unter unterschiedlichen Witterungsbedingungen.
  • Für Feldarbeiten erforderliche körperliche Belastbarkeit und Führerschein Klasse B mit Bereitschaft zum Lenken von Dienstfahrzeugen.
  • Ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie selbstständige, sorgfältige, strukturierte und verantwortungsbewusste Arbeitsweise.
  • Von Vorteil sind Kenntnisse oder Berufserfahrung in Feldforschung, Monitoring, Versuchsbetreuung, bodenkundlicher Profilansprache, Bodenklassifikation, bodenphysikalischen Feldmessungen, elektronischen Feldprotokollen, Umweltsensoren, biogenen Gasflüssen, mikrobiologischer oder molekularbiologischer Probenahme, Laborverfahren, Living Labs, Langzeitversuchen oder technischer Betreuung von Forschung und Lehre.

Bewerbung

Erscheinungstermin: 01.09.2026. Bewerbungsfrist: 01.10.2026.

Wir freuen uns über Ihre Bewerbung inklusive Motivationsschreiben, Lebenslauf, kurzer Übersicht über praktische Erfahrungen mit Feldarbeiten, Probenahmen, Messgeräten und technischer Versuchsausstattung, Ausbildungs- und Dienstzeugnissen, Nachweisen über zusätzliche Qualifikationen und Berechtigungen sowie Empfehlungsschreiben, sofern vorhanden. Alle Bewerbungsunterlagen sind in einem PDF-Dokument zusammenzufassen.

Bewerbungen an das Personalmanagement, Referenznummer 166, der Universität für Bodenkultur, Peter-Jordan-Straße 70, 1190 Wien; E-Mail: recruiting@boku.ac.at. Bitte Referenznummer unbedingt anführen.

Zusätzlich bietet die BOKU ein attraktives Personalentwicklungsprogramm und umfassende Sozialleistungen.

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An der BOKU in Wien untersuchen Forschende im Wasserbaulabor an der Donau, wie sich Hochwasser bändigen lässt. Andere entwickeln Impfstoffe, prüfen die Sicherheit von Lebensmitteln oder erforschen, wie Wälder dem Klimawandel standhalten. Gegründet 1872, ist die BOKU heute Österreichs Universität für Life Sciences und Nachhaltigkeit. Rund 10.000 Studierende lernen hier, knapp 1.900 Vollzeitkräfte halten Lehre und Forschung in Gang.

Seit Anfang 2025 bündeln sechs Departments die Arbeit der Universität. In den Agrarwissenschaften dreht sich vieles um Boden, Pflanzenbau und Tierhaltung. In der Biotechnologie und den Lebensmittelwissenschaften geht es um Enzyme, Impfstoffe und Lebensmittelsicherheit, im Department Landschaft, Wasser und Infrastruktur um Hochwasserschutz, Verkehrswege und Raumplanung. Dazu kommen die Klima- und Biodiversitätsforschung sowie die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft treffen hier unter einem Dach zusammen. In dieser Kombination ist das in Österreich selten.

Hinter dem Forschungsbetrieb steht ein großer Arbeitgeber. Knapp 1.900 Vollzeitäquivalente zählte die BOKU im Wintersemester 2024/25, gut 1.200 davon in der Wissenschaft. Entsprechend breit sind die Berufe. Neben Professorinnen, Doktorandinnen und Laborpersonal beschäftigt die Universität Technikerinnen im Wasserbaulabor, IT-Fachleute, Gärtnerinnen auf der Versuchswirtschaft in Groß-Enzersdorf und Verwaltungskräfte in der Studienorganisation. Gearbeitet wird an mehreren Standorten: rund um die Türkenschanze und in der Muthgasse in Wien, am Standort Tulln in Niederösterreich und an Außenstellen wie dem Wasserbaulabor an der Donau.

Die Wurzeln reichen bis 1872 zurück, in die Anfänge als Hochschule für Bodenkultur. Der Schwerpunkt auf erneuerbaren Ressourcen ist seither geblieben. International ist die BOKU über die europäische Hochschulallianz EPICUR mit acht weiteren Universitäten verbunden, ein Teil der Studien wird auf Englisch angeboten. Das Jahresbudget lag 2023 bei rund 255 Millionen Euro, etwa 70 Millionen kamen aus Forschungsprojekten. Wer hier arbeitet, forscht an Fragen, die selten an Aktualität verlieren: sauberes Wasser, sichere Lebensmittel, der Umgang mit Boden und Klima. Geleitet wird die Universität von Rektorin Eva Schulev-Steindl.

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